Rentendebatte Ist Altersarmut ein politischer Mythos?

Sozialforscher Daniel Dettling.
Sozialforscher Daniel Dettling. © dpa/picture alliance

Die Rentendebatte ist derzeit in vollem Gange. Wer, wann, warum arm sein wird steht dabei im Fokus. Daniel Dettling, Leiter des Berliner Büros des Zukunftsinstituts, reicht es nun. Die Diskussion um Altersarmut sei ein politischer Mythos, behauptet er. Wie er zu dieser Aussage kommt, lesen Sie hier.

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Seinen Kommentar in der Zeitung Die Welt eröffnet Daniel Dettling mit einem Rückgriff auf die Ursprünge des Sozialsystems. Sein Fazit zur Tauglichkeit dieses Systems fällt allerdings schmallippig aus: Hat früher kaum jemand das Rentenalter erreicht, so haben wir heute Menschen, die immer älter werden, und ein Rentenalter, das stetig sinkt. Ein klassisches Nullsummenspiel also, meint der Leiter des Berliner Büros des Zukunftsinstituts.

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Hinzu kommt nach Aussage von Dettling der Umstand, dass die durchschnittliche Rente nicht mit dem Einkommen eines Haushalts zu verwechseln ist. Liegt die Durchschnittsrente bei 805 Euro, so beträgt das durchschnittliche Haushaltseinkommen rund 2.900 Euro. Ein deutlicher Unterschied, der in der Aussage mündet, die heutigen Rentner seien materiell so gut gestellt wie keine Generation jemals vor ihnen.

Weiter erklärt der Sozialforscher, dass Rente kein Konzept der Zukunft mehr sei. Die körperlichen Merkmale der immer älter werdenden Bevölkerung gepaart mit dem Anspruch an das Leben führten dazu, dass der Ruhestand als Konzept abgeschafft werde.
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