Rentendebatte DZ Bank will staatliche Altersvorsorge-Sparzulage

Ein Seniorenpaar in Berlin: Ist der Traum von sorgenfreien Rentenjahren doch nocht nicht ausgeträumt? Die DZ Bank hat jetzt eine Idee veröffentlicht, die dem näher kommen soll.
Ein Seniorenpaar in Berlin: Ist der Traum von sorgenfreien Rentenjahren doch nocht nicht ausgeträumt? Die DZ Bank hat jetzt eine Idee veröffentlicht, die dem näher kommen soll. © dpa/picture alliance

Die Themen Rentenniveau und Altersvorsorge kommen aus den Nachrichten gar nicht mehr raus – aus gutem Grund. Vor allem wegen der niedrigen Zinsen ist es schwer, überhaupt Pläne fürs Älterwerden und das spätere Vermögen zu schmieden. Die DZ Bank mischt sich nun auch mit in die Rentendebatte ein. Die Idee: Der Staat soll den Bürgern einen Teil seiner eigenen Zinsersparnis zurückgeben.

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Niedrigzinsen machen an vielen Stellen Ärger. Eine davon ist vor allem das Thema Altersvorsorge. Von allen Seiten bekommen die Menschen zu hören, dass Vorsorgen wichtig ist, dass das Rentenniveau sinkt. Aber niedrige Zinsen führen dazu, dass beim Sparern Zinseinnahmen wegbrechen, die die Menschen eigentlich für ihre Daseinsvorsorge im Alter eingeplant hatten. Die DZ Bank will das ändern – und zwar mit einer staatlichen Altersvorsorge-Sparzulage für alle Bürger in Deutschland, berichtet das Online-Magazin Fonds Professionell.

Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ Bank, will die private Altersvorsorge verändern und sie den jetzigen Bedingungen anpassen. Die von ihm vorgeschlagene staatliche Altersvorsorge-Sparzulage soll die bisherige Arbeitnehmer-Sparzulage ersetzen. Für die nötigen Fördermittel müsste ein neuer staatlicher Altersvorsorge-Fonds eingerichtet werden. Dabei würden dann die freiwerdenden Mittel aus der staatlichen Zinsersparnis helfen.



Alle Bürger, so berichtet das Magazin über Bielmeiers Idee, wären von Geburt an zulagenberechtigt. Der Zulagensatz müsste dann einkommensabhängig zu staffeln sein. Besonders Produkte, die prinzipiell zur Altersvorsorge geeignet sind und die sicherstellen, dass eine Auszahlung erst bei Renteneintritt erfolgt, sollten anerkannt werden.

Schweden ist für diesen Entwurf das Vorbild: Die gesetzliche Rente setzt sich dort aus zwei Teilen zusammen: Der größere Teil ist die traditionelle, umlagefinanzierte Rente, in die jeder Arbeitnehmer 16 Prozent seines Bruttogehalts einzahlt. Der kleinere Teil, in den 2,5 Prozent des Brutto-Einkommens fließen, ist die sogenannte „Prämienrente“, eine kapitalgedeckte Altersvorsorge, berichtet Fonds Professionell.
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