Boris-Jonas Glameyer, Kanzlei Michaelis Rechtsanwälte © Michaelis Rechtsanwälte
  • Von Manila Klafack
  • 13.10.2017 um 10:25
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Wie viel Haftungsrisiko ab dem kommenden Jahr mit den neuen Regulierungen im Versicherungsvertrieb auf Berater zukommt, erläutert Rechtsanwalt Boris-Jonas Glameyer von der Hamburger Kanzlei Michaelis.

Warum empfehlen Sie Maklern, einem festen Beratungsprozess zu folgen?

Weil es ohne einen festen, standardisierten Beratungsprozess kaum noch möglich sein wird, den Vertrieb von Versicherungsanlageprodukten haftungsfrei durchzuführen und zu dokumentieren.

Wie sieht der von Ihnen entwickelte Ablauf aus?

Der Ablauf des standardisierten Beratungsprozesses richtet sich an den gesetzlichen Vorgaben aus. Gleichzeitig richten wir die einzelnen Schritte an der Praxis eines Beratungsgesprächs aus. So entstand ein klar gegliedertes Ablaufschema. Der Makler arbeitet es nun Prunkt für Punkt ab, um nichts Wesentliches zu übersehen.

Welche Vorteile ergeben sich dadurch für Berater?

Dem Berater gelingt durch einen standardisierten Beratungsprozess eine möglichst ökonomische Umsetzung aller zu beachtende Punkte. Dabei werden durch die Verwendung von umfassend vorgegebenen, vereinheitlichten Beratungsabläufen sowie Beratungsdokumenten Fehler vermieden, die zu einer späteren möglichen Haftung führen können.

Worauf müssen Makler im Gespräch und der Dokumentation besonders achten?

Im Rahmen der geführten Gespräche sowie deren Dokumentation ist es wichtig, dass sie systematisch alle vom Gesetzgeber geforderten Informationen abfragen. Die Angemessenheitsprüfung verlangt etwa vom Kunden vollständige Angaben. Weigert sich der Kunde, muss der Makler ihn nachweisbar darüber aufklären, dass er wegen unzureichender Angaben nicht beurteilen kann, ob das in Betracht gezogene Produkt für den Kunden angemessen ist. Unterlässt der Makler dies, setzt er sich möglicherweise einer späteren Haftung aus.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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