Viele Arbeitnehmer setzen auf eine betriebliche Altersversorgung (bAV) – meist auf eine Direktversicherung – um nach dem Berufsleben gut versorgt zu sein. © picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres
  • Von Lorenz Klein
  • 06.08.2020 um 07:44
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Es gibt viele Versicherer, die sich in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) engagieren. Doch welche Anbieter wissen bei den diversen bAV-Kriterien wie Produktleistung, Kundenservice oder -kommunikation wirklich zu überzeugen? Eine Studie des Analysehauses Service Value hat nun in Zusammenarbeit mit „Focus-Money“ insgesamt 32 Anbieter in Sachen „Kunden-Fairness“ untersucht. Ein Drittel davon konnte die Bestnote „sehr gut“ erzielen.

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) genieße insbesondere bei Frauen ein hohes Ansehen, teilte das Maklerunternehmen Aon am Dienstag auf Basis einer Umfrage mit. Doch welche Angebote genau ihre Arbeitgeber für sie bereithalten, wissen demnach nur wenige. „In der bAV steckt deshalb noch viel ungenutztes Potenzial“, lautet das Fazit der Autoren.

Eine andere Studie, die in diesen Tagen veröffentlicht wurde, hat nun einmal näher untersucht, inwieweit es den bAV-Anbietern aus der Versichererungsbranche gelingt, ihr Leistungspotenzial bereits heute abzurufen – und zwar aus Sicht der Versicherten, sei es weiblich oder männlich.

Dazu hat das Analysehaus Service Value in Zusammenarbeit mit „Focus-Money“ insgesamt 32 Anbieter dahingehend abgeklopft, wie fair sich deren Kunden behandelt fühlen. Die empfundene Fairness wurde zum einem in einem Gesamtranking erfasst, zum anderen anhand von fünf Teildimensionen mit insgesamt 18 Leistungsmerkmalen.

Dabei räumen die Marktforscher von Service Value ein, dass der Überbegriff „Fairness“ „ein subjektives Konstrukt“ sei. Um dieses messbar zu machen, habe man zunächst verschiedene Teildimensionen der Fairness bestimmt. „Jede Teildimension selbst besteht aus mehreren konkreten Service- und Leistungsmerkmalen, die durch die Kunden bewertet werden“, erklären die Analysten.

Wie das Gesamtergebnis zustande kam

Das Gesamtergebnis berechnet sich dabei laut Service Value als ungewichteter Mittelwert aller Teildimensionen. Die Teildimensionen ergeben sich wiederum als ungewichteter Mittelwert aus den jeweiligen Service- und Leistungsmerkmalen – dabei handelt es sich um Bewertungskriterien, wie „Problemlose Weiterführung des Vertrags“ oder „Beantwortung aller Fragen“.

Insgesamt kamen somit 2.592 Urteile von 1.991 Kunden zu 32 Versicherern zusammen. Die Kunden durften dabei bis zu drei Versicherern bewerten, bei denen die Befragten in den letzten 24 Monaten Kunden waren. Die Onlinebefragung wurde im Mai und Juni 2020 durchgeführt.

Manche Frage bleibt offen

Dabei ist anzumerken, dass die bAV vom Grundsatz so ausgestaltet ist, dass der Kontakt vornehmlich zwischen Arbeitgeber und Versicherer stattfindet – denn es ist ja der Arbeitgeber, der für seinen Arbeitnehmer zum Beispiel eine Direktversicherung abschließt, so dass der Beschäftigte diese mittels Entgeltumwandlung betreiben kann. Es stellt sich also die Frage, inwieweit Arbeitnehmer eigentlich befähigt sind, zu allen Kriterien Stellung beziehen zu können. Die Studie geht darauf nicht näher ein.

Für die Auszeichnung auf Gesamtebene sowie auf den Teildimensionen gilt jedenfalls: Ein „gut“ erhalten alle Unternehmen, die einen überdurchschnittlichen Wert erzielt haben. Unternehmen, die wiederum über dem Durchschnitt der mit „gut“ bewerteten Unternehmen liegen, erhalten ein „sehr gut“.

Letzteres schaffen insgesamt 10 von 32 bAV-Anbietern im Rahmen des Gesamtrankings (siehe Tabelle). Wie sich die Anbieter in den weiteren fünf Teildimensionen geschlagen haben, erfahren Sie auf den nachfolgenden Seiten.

Quelle: Service Value

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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