Ein Zahnarzt schaut in den Mund einer Patientin: Viele Deutsche haben für den Fall der Fälle eine Zahnzusatzpolice abgeschlossen. © Pixabay
  • Von Juliana Demski
  • 16.04.2019 um 10:33
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Eine Zahnzusatzversicherung soll vor hohen Kosten bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz schützen. Welche Anbieter mit welchen Tarifen tatsächlich einen Beitrag zu einer Entlastung beim Zahnarzt leisten können, hat sich die Stiftung Warentest genauer angeschaut.

Da die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für viele Zahnbehandlungen und Zahnersatz gar nicht oder nur teilweise aufkommt, haben viele Deutsche eine Zahnzusatzpolice abgeschlossen. Im Fall der Fälle wollen sie so teure Rechnungen umgehen. Welche Tarife etwas taugen, hat die Stiftung Warentest untersucht.

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234 Policen haben sich die Experten vorgeknöpft. Verglichen haben sie vor allem die Leistungen für Zahnersatz: Regel­versorgung, privat zu zahlenden Zahn­ersatz, Inlays und Implantate. Auch die jährlichen Obergrenzen für die Tarifleistungen flossen in die Bewertung mit ein. In der Regel kostet ein Zahnzusatztarif beim Abschluss mit 43 Jahren zwischen 11 und 66 Euro im Monat. 

Die Stiftung rät aber auch dazu, sich frühestmöglich um eine Absicherung zu kümmern – solange das Gebiss noch gesund ist. Denn: „Ein frisch abge­schlossener Vertrag nützt wenig, wenn eine größere Zahnsanierung ansteht. Zu Beginn eines neuen Vertrags gelten oft acht Monate Warte­zeit, während derer es keine Kostenüber­nahme für Zahn­ersatz gibt“, schrieben die Experten.

Und: Wer bereits Zahnprobleme beim Abschluss hat, bekommt für alles, was damit zu tun hat, im Rahmen der Police nichts erstattet. Das kann den ein oder anderen dazu veranlassen, im Antrag zu flunkern. Aber davon raten die Tester ab: „Stellt sich heraus, dass ein Kunde im Antrag absicht­lich fehlende Zähne nicht erwähnt hat oder dass eine Diagnose schon vor Vertrags­schluss fest­stand, muss der Versicherer nicht zahlen. Er kann unter Umständen sogar vom Vertrag zurück­treten“, heißt es. 

Das Ergebnis der Tester

Wie schnitten die Versicherer bei dem Test nun ab? 76 der 234 untersuchten Policen konnten die Tester mit der Bestnote „sehr gut“ überzeugen. Damit sei die Zahl der sehr guten Tarife erneut gestiegen, verkündet die Stiftung Warentest. 

Die Tarife mit Bestnote sind:

 

Anbieter Tarif Monatsbeitrag (43-Jährige) in Euro
Bayerische Zahn Prestige 41
DFV DFV-Zahnschutz Exklusiv 100 40
Hanse Merkur EZL 41
Ottonova Zahn 100 42
DKV KombiMed KDTP100 36
DKV Kombimed KDTP100 + KombiMed KDBE 46
DKV Kombimed KDTP100 + KombiMed KDBS 42
LVM Zahn Premium 41
Arag Dent 100 53
Hallesche DentZE.100 18
Hallesche DentZE.100 + DentPRO.80 26
Hallesche DentZE.100 + DentZB.100 23
Hallesche Giga.Dent 30

 

>>> Hier geht es zur vollständigen Untersuchung und zu den Tabellen.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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