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Provisionen 25 Lebensversicherer konnten Abschlusskosten senken

Eine Maklerin während eines Beratungsgesprächs: BdV und GDV sind sich beim Thema Provisionen nicht einig.
Eine Maklerin während eines Beratungsgesprächs: BdV und GDV sind sich beim Thema Provisionen nicht einig. © Pixabay

25 Versicherer haben im vergangenen Jahr ihre Abschlusskosten gesenkt. Das zeigt eine Untersuchung des Branchenmagazins Procontra. Anlasse war der derzeit schwelende Streit zwischen dem Branchenverband GDV und dem Bund der Versicherten zur Höhe der Provisionen.

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Im vergangenen Jahr ist es 25 Lebensversicherern gelungen, ihre Abschlusskosten zu senken. Und seit Scharfschaltung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) im Jahr 2015 sind bereits 40 von insgesamt 68 Anbietern diesen Schritt gegangen. Das zeigt eine Untersuchung des Branchenmagazins Procontra mit Blick auf die Diskussionen zwischen dem Bund der Versicherten (BdV) und dem Branchenverband GDV um die Höhe der Provisionen.

Der Hintergrund:

Der Chef des BdV, Axel Kleinlein, kritisiert schon länger die seiner Meinung nach zu hohen Provisionen im Lebensversicherungsgeschäft. Er setzt sich daher für einen Provisionsdeckel von 1,5 Prozent ein. Der GDV ist da anderer Meinung und verweist auf sinkende Abschlusskosten seit dem Lebensversicherungsreformgesetz. 

Laut Procontra-Zahlen sank die Abschlusskostenquote im Marktschnitt im ersten Jahr nach dem LVRG von 4,95 auf 4,84 Prozent. 2017 lag der Schnitt bei 4,67 Prozent. „Nachweislich sind die vom Kunden zu tragenden Abschlusskosten seit Inkrafttreten des LVRG deutlich gesunken“, so GDV-Sprecher Christian Ponzel gegenüber dem Magazin. Wer heute eine Lebensversicherung abschließe, zahle 22 Prozent weniger für den Abschluss als noch vor vier Jahren. Die Abschlussprovisionen seien damit um fast 13 Prozent gesunken, so Ponzel weiter.

„Der BdV nimmt diese Fakten leider nicht zur Kenntnis, sondern argumentiert mit einer eigenen Modellrechnung und fiktiven Provisionshöhen. Es ist unsinnig, Provisionen ins Verhältnis zu Garantien zu setzen, denn die Garantien müssen angesichts des Zinsverfalls und der steigenden Lebenserwartung bei einem heute abgeschlossenen Vertrag niedriger sein als vor 20 Jahren.“

Aber welche Versicherer konnten 2018 nun ihre Abschlusskosten senken?  

Laut Procontra-Check waren unter anderem die LVM und die Targo (jeweils -0,01 Prozentpunkte), die Barmenia (-0,04), die Iduna (-0,05), DEVK (-0.07), die Deutsche Ärzteversicherung (-0,08), VPV und Hannoversche (jeweils -0.09) sowie die Allianz und die Zurich (je -0.1) erfolgreich. 

>>> Die gesamte Studie lässt sich hier herunterladen.

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