Plus von 8,8 Prozent Kassenpatienten müssen deutlich mehr zuzahlen

Achim Kessler spricht während einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages: Der Linken-Politiker fordert eine Abschaffung der Zuzahlungen in der GKV.
Achim Kessler spricht während einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages: Der Linken-Politiker fordert eine Abschaffung der Zuzahlungen in der GKV. © picture alliance/Gregor Fischer/dpa

GKV-Versicherte müssen zu bestimmten Leistungen gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlungen leisten. 2018 lagen diese deutlich höher als noch zwei Jahre zuvor. Gerade bei Heil- und Hilfsmitteln mussten die Versicherten tiefer in die Tasche greifen.

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Gesetzlich Krankenversicherte mussten 2018 deutlich höhere Zuzahlungen aus eigener Tasche berappen als in den Jahren zuvor. Wie der Tagesspiegel exklusiv über aktuelle Zahlen der Bundesregierung berichtet, lag das Plus in den vergangenen zwei Jahren bei 8,8 Prozent – 108 Millionen Euro waren es in absoluten Zahlen. Insgesamt haben die Kassenpatienten 2018 damit 4,21 Milliarden Euro aus eigener Tasche bezahlt.

Vor allem im Bereich der Heil- und Hilfsmittel ging es deutlich nach oben. Hier schnellten die Zuzahlungen um mehr als 18 Prozent nach oben. Den größten Block machen allerdings Medikamente und Verbandsmaterial aus. Alleine hierfür fielen 2018 Zuzahlungen in Höhe von 2,25 Milliarden Euro an (plus 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr).  

„Zuzahlungen bestrafen diejenigen, die krank sind und die einer ärztlichen Verordnung Folge leisten“, so Achim Kessler, Sprecher der für Gesundheitsökonomie und Obmann der Linksfraktion im Gesundheitsausschuss, gegenüber dem Tagesspiegel. „Daher gehören Zuzahlungen komplett abgeschafft.“

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