Pläne der Arag Versicherung für 2015 Vermittler der Arag müssen mit sinkenden Einnahmen rechnen

Arag-Chef Paul-Otto Faßbender
Arag-Chef Paul-Otto Faßbender © Arag

Einem Medienbericht zufolge wird sich die Arag eng an die Vorgaben des LVRG halten. Dass Vermittler von Arag-Produkten dabei auf Einnahmen verzichten müssen, nimmt der Versicherer in Kauf. Was die Arag für 2015 plant und welche Ergebnisse 2014 brachte.

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„Für unsere Vertriebe haben wir die Abschlussprovisionen deutlich gesenkt, im Mittel um mehr als 15 Promille auf 25 bis 35 Promille“, sagt Arag-Chef Paul-Otto Faßbender gegenüber dem Versicherungsjournal. Dafür soll es vermehrt laufende Provisionen geben. Andere Versicherer halten sich mit der Umsetzung des LVRG noch zurück, verteilen um oder senken verhaltener, davon hält Faßbender nichts. Er wolle bei keinem Überbietungswettbewerb mitmachen.

Für 2015 setzt Faßbender verstärkt auf den Online-Vertrieb, denn Neuverträge im  Rechtsschutzbereich würden bereits jetzt zu 10,5 Prozent über die eigene Webseite kommen. Über neue und erweiterte Rechtsschutz-Produkte, das Online-Schadentracking, rechtssichere E-Mails und ein Online-Bezahlsystem will der Versicherer Service und Vertrieb im Internet ausbauen.

Resümee 2014

Laut Arag sei das Jahr 2014 für den Versicherer gut gelaufen. So sollen die Beitragseinnahmen um 3,2 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro gestiegen sein. Der Vertrieb von Rechtsschutz-Policen in Deutschland ging um 2,3 Prozent nach oben. Die Komposit-Sparte fuhr ein Beitrags-Ergebnis von 237 Millionen Euro ein und der PKV-Bereich machte ein Plus von 1,8 Prozent. Einen Beitragsrückgang gebe es hingegen bei der Lebensversicherung, heißt es vom Versicherer.

2014 habe die Arag zudem einiges im Vertrieb geändert: So wurde auf ein iPad-gestütztes Verkaufssystem und auf die Vertriebssteuerung via SAP umgestellt.
Pfefferminzia HIGHNOON