Online-Marketing-Experte MarKo Petersohn. © privat
  • Von Redaktion
  • 08.04.2021 um 17:10
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Der größte Fehler bei Werbeanzeigen von Versicherungsvermittlern ist nicht die falsche Zielgruppe, eine langweilige Anzeige oder ein fehlender Call-to-Action, meint Online-Marketing-Experte MarKo Petersohn. Vielmehr ist das Problem, dass sich Vermittler keine Gedanken machen, was nach der Anzeige passiert. Mehr dazu lesen Sie in seinem neuen Gastbeitrag.

Die meisten Vermittler, und hierbei ist egal ob Makler, AO oder Mehrfachagent, denken es reicht, eine gute Werbeanzeige zu gestalten. Sie soll auffallen, vielleicht auch lustig sein und auf jeden Fall einen Call-to-Action haben. Keine Frage, das sind alles wichtige Faktoren. Aber das ist nur der Anfang. Nicht mehr. Damit Sie Erfolg haben mit Ihrer Werbung, müssen Sie sich überlegen: Was kommt danach? Welches Ziel verfolgen Sie und vor allem wie wollen Sie dieses erreichen?

Die Webseite verlinken und beten

Wenn Sie Leads oder direkt Neukunden erreichen wollen – was bei den meisten der Fall ist –dann muss ganz klar sein, wie genau Sie mit der Anzeige dieses Ziel erreichen wollen. Was passiert mit den Nutzern? Hier wird gern erklärt, dass man die Nutzer auf die eigene Webseite führt, sie dort ja sehen, was man anbiete und sich dann melden könnten. Was ein tiefes Gottvertrauen offenbart. Denn scheinbar glaubt man daran, dass es der Herr schon richten wird und den Webseitenbesucher auf den richtigen Weg führt.

So ist es nicht. Das kann ich Ihnen versichern. Sie müssen genau wissen, welchen Weg der Nutzer gehen soll, und müssen ihn genau diesen Weg entlangführen. Bis er die Handlungen ausführt, die Sie sich von ihm wünschen. Im Online Marketing spricht man hier gern vom Funnel (englisch für Trichter), weil er wie ein Trichter funktioniert und Nutzer im Idealfall zu einem bestimmten Punkt führt. Am besten zeige ich Ihnen an einem Beispiel, was ich meine.

Kundentermine mit einem Termin-Funnel automatisiert generieren

Nehmen wir einen Termin-Funnel, welcher darauf abzielt, dass (potenzielle) Kunden von sich aus und auf Basis eines automatisierten Prozesses einen Termin mit Ihnen vereinbaren.

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  1. Hierzu benötigen Sie zuerst eine Werbeanzeige, welche auffällt, auf ihre Zielgruppe zugeschnitten ist und die Nutzer dazu bringt, sie anzuklicken.
  2. Die Nutzer gelangen auf eine Landingpage. Auf dieser erfahren die Kunden noch einmal kurz, wo sie sich befinden und welche Kontaktdaten benötigt werden (Name, Telefonnummer).
  3. Im Anschluss können die Besucher ihren gewünschten Telefontermin aussuchen.
  4. Mit der Auswahl des Termins gelangen sie sofort auf eine Folgeseite, auf der sie noch das Thema für den Termin auswählen können. So wissen Sie als Vermittler auch besser, was Sie im Gespräch erwartet.
  5. Mit Klick auf den Call-to-Aktion gelangen die Kunden auf eine Bestätigungsseite, welche noch einmal alles zusammenfasst. Hier folgt die abschließende Frage, ob man den Termin vereinbaren möchte. Hierfür wird dann noch die E-Mail-Adresse verlangt, um eine Bestätigungsmail zu versenden.
  6. Im Anschluss wird direkt automatisch die Bestätigungsmail versandt.
  7. Am Tag des Termins wird automatisch eine Erinnerungsmail versandt, um den Kunden an das bevorstehende Telefonat zu erinnern.
  8. Denn achten Punkt sehen Sie nicht in der Grafik. Was daran liegt, dass dies der Moment ist, in dem Sie mit dem Kunden telefonieren (oder welchen Kanal Sie auch immer für den Termin vereinbart haben).

Wie Sie sehen, müssen Sie weitaus mehr machen, als nur eine gute Werbeanzeige zu gestalten, um erfolgreich Werbung zu schalten. Aber ich kann Ihnen versichern: Wenn Sie es richtig machen, dann funktioniert es.

Mehr Tipps, wie Sie mit Werbung Versicherungskunden gewinnen, bekommen Sie beim OMGV Ads Camp. Hier zeigen Ihnen Experten aus der Versicherungsbranche unterschiedlichste Erfolgsstrategien und belegen diese mit Zahlen.

Über den Autoren

MarKo Petersohn ist seit 2010 das „As im Ärmel“ von Versicherungen und Vermittlern in den neuen Medien. Er hilft dabei sich zukunftsfähig aufzustellen und schult die notwendigen digitalen Kompetenzen.

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