Ombudsmann-Tätigkeitsbericht Weniger Ärger in der PKV

Gut gelaunte Ärzte.
Gut gelaunte Ärzte. © Getty Images

Für den Ombudsmann der privaten Krankenversicherer gab es 2015 weniger zu tun: Es beschwerten sich 1,8 Prozent weniger Versicherte als letztes Jahr. Gründe werden nicht genannt, jedoch nahm die Zahl der Schlichtungsanfragen zum vierten Mal in Folge ab.

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Die Branche jubelt und vermeldet erfreuliche Zahlen: Nur einer von 10.000 Privatversicherten hat im Jahr 2015 eine Beschwerde bei der neutralen Schlichtungsstelle der privaten Kranken- und Pflegeversicherung eingereicht. Das belegt der aktuelle Tätigkeitsbericht von PKV-Ombudsmann Heinz Lanfermann für das Jahr 2015. Mit 5.770 schriftlichen Eingaben landeten demnach 2015 etwa 1,8 Prozent weniger Beschwerden als im Vorjahr beim PKV-Ombudsmann. Damit hat die Zahl der Schlichtungsanfragen zum vierten Mal in Folge abgenommen. Umgerechnet auf die insgesamt 43 Millionen Verträge in der Voll-, Zusatz- und Pflegeversicherung entspricht das 0,013 Prozent der Kunden, die den PKV-Ombudsmann um Hilfe baten. Und dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass nur knapp 70 Prozent der Beschwerden aus Sicht des Ombudsmanns überhaupt formal zulässig waren.
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Einige Beschwerden landen statt beim PKV-Ombudsmann bei der Aufsichtsbehörde Bafin. Auch hier sind die Beschwerdezahlen von Kunden der Privaten Krankenversicherung im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. Mit 1.267 Eingaben gab es gegenüber dem Vorjahr fast 300 Fälle weniger. Im Vergleich zum Jahr 2010, in dem die Aufsichtsbehörde noch 2.326 Beschwerden aus dem Bereich Krankenversicherung verzeichnete, hat sich die Zahl sogar fast halbiert.
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