Ohne Zins und Verstand? „Die Deutschen sind zu dumm zum Sparen“

Die Deutschen sparen und sparen – und landen dann doch in der Altersarmut.
Die Deutschen sparen und sparen – und landen dann doch in der Altersarmut. © dpa/picture alliance

Dämlich stellen sich Deutschen beim Sparen an. Das schreibt Spiegel-Reporter Alexander Neubacher in einem Kommentar. Obwohl sie sparen wie die Weltmeister, verlieren sie Geld statt es anzuhäufen. Schuld daran seien aber auch Versicherungsvertreter und Berater, die dem Deutschen „unrentable Anlagen aufschwatzen“.

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Deutliche Worte findet Spiegel-Reporter für die Sparmisere hierzulande: „Der durchschnittliche deutsche Sparer ist ein Narr.“ Warum? Weil er sein Geld auf Sparbüchern und Girokonten parkt, „wo es wegen der mickrigen Zinsen von Tag zu Tag real an Wert verliert.“

>> Hier geht es zum Spiegel-Artikel.

Ein ordentlicher Seitenhieb in Richtung Versicherungsbranche darf natürlich nicht fehlen: „Oder er fällt den etwa 300.000 Versicherungsvertretern und Anlageberatern zum Opfer und lässt sich unrentable Anlagen aufschwatzen.“

Vor allem jedoch werde dem deutschen Sparer seine Staatsgläubigkeit zum Verhängnis, meint Neubacher. Sein Beweis dafür: die Riester-Rente. „Weit mehr als 10 Millionen Bürger zahlen in staatlich geförderte Riester-Verträge zur privaten Altersvorsorge ein, obwohl längst klar ist, dass sie sehr, sehr alt werden müssen, um hier einen Gewinn zu machen.“ Das liege daran, dass durchschnittlich jeder siebte einbezahlte Euro als Provision und Gebühr in den Kassen der Versicherungsunternehmen lande.

Das Ziel müsse es also sein, die Deutschen zu besseren Sparern zu machen. „Es braucht eine Alternative zur Riester-Rente, eine bessere betriebliche Altersvorsorge, eine bessere Eigenheimförderung“, schreibt der Spiegel-Reporter.
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