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Offener Brief an GKV-Spitzenverband Hausärzte erzürnt über Forderung nach mehr Sprechzeiten

Die Hausärzte könnten sich laut Deutschen Hausärzteverbande mehr auf die Versorgung der Patienten konzentrieren, wenn sie nicht immer mehr bürokratischen Aufgaben übernehmen müssten.
Die Hausärzte könnten sich laut Deutschen Hausärzteverbande mehr auf die Versorgung der Patienten konzentrieren, wenn sie nicht immer mehr bürokratischen Aufgaben übernehmen müssten. © dpa/picture alliance

Die Hausärzte in Deutschland reagieren mit Empörung und Unverständnis auf die Forderung vom GKV-Spitzenverband. Dort hieß es, die Ärzte sollen ihre Sprechzeiten erhöhen und auch am Wochenende die Praxen für gesetzlich Versicherte öffnen. Der Deutsche Hausärzteverband hat daraufhin einen offenen Brief verfasst. Was drin steht, erfahren Sie hier.

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In einem offenen Brief macht Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes (DHÄV), dem Unmut vieler deutscher Hausärzte Luft. Die Forderung des GKV-Spitzenverbands nach mehr Sprechstundenzeiten, sei „ein Versuch, den freien Beruf des Arztes zu normieren“, echauffiert sich Weigeldt.

Gleichzeitig wolle sich der DHÄV gegen Behauptungen wehren, die nahelegen würden, dass die Probleme bei der „Sicherstellung der hausärztlichen Versicherung“ aus einer mangelnden Leistungsbereitschaft der Hausärzte resultierten. „Ihre Aussagen belegen eine zunehmende Entfremdung Ihrer Organisation mit dem Versorgungsalltag“, zürnt der Chef des Hausärzteverbandes.

DHÄV: Bereits jetzt arbeiten Hausärzte 53 Stunden

Jüngste Erhebungen würden zeigen, dass Hausärzte bereits jetzt durchschnittlich 53 Stunden pro Woche, auch an den Wochenenden in den Notdiensten, arbeiten würden. Ein Grund dafür sei auch die „steig zunehmende bürokratische Belastung“, zu der die Krankenkassen dem Schreiben zufolge maßgeblich beitragen. Diese Regularien würden die Ärzte von der Versorgung der Patienten abhalten, heißt es weiter. Der GKV-Spitzenverband solle besser dort ansetzen, fordern die Hausärzte.

Außerdem hofft Weigeldt auf eine Rückkehr des GKV-Spitzenverbandes zu einer „konstruktiven Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten“.

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