Das Gebäude der Europäischen Zentralbank im Frankfurter Ostend: Der deutsche Staat geht dank niedriger Zinsen als Gewinner aus der Zinsflaute hervor. © picture alliance/dpa
  • Von Juliana Demski
  • 21.01.2020 um 13:55
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Während die anhaltenden Niedrigzinsen privaten Haushalten Probleme bereiten, gibt es für den deutschen Staat Grund zur Freude: Seit der Finanzkrise musste er über 400 Milliarden Euro weniger für Schulden bezahlen. Hier kommen die Details.

Seit der Finanzkrise hat die Zinsflaute dem deutschen Staat 436 Milliarden Euro geschenkt – in Form von Einsparungen aus Schuldentilgungen. Das zeigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank. Allein im Jahr 2019 kamen rund 58 Milliarden Euro zusammen.

Während der Staat 2007 noch durchschnittlich 4,32 Prozent für seine Schulden zahlen musste, waren es 2019 nur noch rund 1,4 Prozent. Das macht einen Rückgang von 2,83 Prozentpunkten. Diese Entwicklung sei, so die Bundesbank, vor allem auf die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückzuführen. Seit März 2016 liegt der EZB-Leitzins bei 0,0 Prozent – das ist ein Rekordtief.

Während der Staat also als Gewinner aus der Niedrigzinsphase hervorgeht, bleiben private Haushalte auf der Strecke. Wie der „Spiegel“ berichtet, mussten diese zwischen 2010 und 2019 Zinseinbußen von 533 Milliarden Euro hinnehmen – aus privaten Einlagen, Rentenpapieren und Versicherungen.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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