Häufiger und umso heftiger ARD-Meteorologe Plöger erwartet extremere Wetterereignisse

Feuerwehrleute pumpen in Hamburg Harburg nach einem Unwetter im August 2017 mit Starkregen Wasser ab. Lokale Wettereignisse sind schwer vorherzusagen.
Feuerwehrleute pumpen in Hamburg Harburg nach einem Unwetter im August 2017 mit Starkregen Wasser ab. Lokale Wettereignisse sind schwer vorherzusagen. © dpa/picture alliance

Wenn es kracht, dann aber mal so richtig: Extreme Wettereignisse, wie Sturm oder Starkregen, haben hierzulande in den vergangenen 15 Jahren zugenommen und sind zugleich intensiver geworden. Das berichtet der aus den ARD-Tagesthemen bekannte Meteorologe Sven Plöger im Interview mit dem Versicherungsverband GDV. Darin sagt er auch, wie gut Starkregen vorherzusagen ist und ob man sein Eigentum absichern sollte.

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Zukünftig wird es mehr Extremwetterlagen geben – davon ist TV-Meteorologe Sven Plöger überzeugt, wie er im GDV-Verbandsmagazin „Positionen“ erklärt. Eine wachsende Herausforderung sei dabei das Thema Starkregen. Da es sich hier meist um sehr lokale Ereignisse handele, sei die Vorhersage schwierig. Vor allem Orte, die an kleinen Bächen oder in engen Tälern liegen, müssten sich der Gefahr bewusst sein, sagt Plöger. „Wir müssen wieder lernen, dass Stürme, Gewitter und Starkregen lebensgefährlich sind“, warnt der Wissenschaftler.

Der Wetterexperte empfiehlt darum eine Doppelstrategie, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Zum einen müssten erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um in Zukunft mit Starkregenereignissen umzugehen. „Gleichzeitig bleibt die Notwendigkeit, etwas gegen die weitere Erwärmung der Atmosphäre zu tun. Dazu müssen wir das, was wir auf nationaler und internationaler Bühne beschlossen haben, dann aber auch machen“, fordert Plöger 

Auf die Frage, ob es angesichts zunehmender Unwettergefahr heute wichtiger als früher sei, sein Eigentum zu schützen, antwortet Plöger mit „Ja“. Das liege aber nicht nur an den Unwettern, sondern vor allem auch am gewaltigen Wertzuwachs, den die Deutschen in den letzten Jahrzehnten erlebt hätten. „Ein Orkan heute wird viel größere Sachschäden anrichten als ein Sturm gleicher Stärke in den 1960er-Jahren, weil einfach viel mehr da ist, was kaputtgehen kann“, so Plöger. Es gebe also auch viel mehr Dinge, die man schützen müsse.

Diese Entwicklung hat der GDV zum Anlass genommen, eine Naturgefahrenkampagne zu starten, die Verbraucher über die Risiken aufklären soll. Denn wer sein Wohneigentum oder seinen Hausrat gegen sogenannte Elementarrisiken wie Hochwasser oder Starkregen versichern möchte, benötigt eine eigene Naturgefahrenversicherung, die auch als Elementarschadenversicherung bekannt ist.

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