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Nicht alle Mütter profitieren Sozialverband droht Union und SPD wegen Mütterrente mit „richtig Ärger“

Ulrike Mascher: Die Präsidentin des Sozialverbands VdK findet die Mütterrente in ihrer jetzigen, angedachten Form ungerecht.
Ulrike Mascher: Die Präsidentin des Sozialverbands VdK findet die Mütterrente in ihrer jetzigen, angedachten Form ungerecht. © VdK

Der Sozialverband VdK hat Widerstand gegen die geplante Ausweitung der Mütterrente in ihrer jetzigen Form angekündigt. SPD und Union hatten sich in den Sondierungsgesprächen auf eine Verbesserungen bei der Mütterrente geeinigt, die aber nicht allen Müttern zugutekommen sollen. Das findet der Verband „zutiefst ungerecht“. Hier kommen die Details.

| , aktualisiert am 01.02.2018 14:04  Drucken

Frauen, die vor 1992 mehr als drei Kinder zur Welt gebracht haben, sollen von einer Verbesserung der Mütterrente profitieren. Darauf haben sich SPD und Union in den Sondierungsgesprächen zu einer möglichen neuen Großen Koalition (Groko) geeinigt. Rund 31 Euro mehr Rente soll es für diese Damen im Monat geben.

Der Sozialverband VdK findet das „zutiefst ungerecht“ und kündigt nun massiven Protest gegen dieses Vorhaben an. „Es ist gut, dass das dritte Jahr bei der Mütterrente endlich kommen soll. Es ist zutiefst ungerecht, dass es auf Mütter mit drei und mehr Kindern beschränkt sein soll“, so Verbandspräsidentin Ulrike Mascher in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe. Union und SPD müssten hier nacharbeiten, sonst gebe es „richtig Ärger“.

Das Geld für alle Mütter müsse aus Steuergeldern bezahlt werden, da es sich um eine gesamtgesellschaftliche Leistung handele. Die 21 Milliarden Euro, die das pro Jahr kosten würde, könnten „ohne Probleme aus dem Bundeshaushalt bezahlt“ werden, meint Mascher weiter. Es handele sich hierbei um eine Investition gegen Altersarmut. Denn bei über 300.000 Frauen sei es derzeit so, dass sie nicht genügend Rente erhielten. Sie müssten staatliche Grundsicherung beantragen.  

Höheres Rentenniveau für alle
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Mütter, die früh wieder in den Job einsteigen, könnten die Rentenbeitragszahler bis 2050 um insgesamt rund 190 Millarden Euro entlasten. So lautet das Ergebnis einer Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des GDV.

Was diese Entwicklung für Frauen in puncto eigener Rentenansprüche und der privaten Riester-Altersvorsorge in konkreten Zahlen bedeutet, lesen Sie in folgendem Beitrag.

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