Neue Studie „Anlagebarometer“ Kapitallebensversicherung bei Sparern weiterhin vorn

Die Zentrale der Fondsgesellschaft Union Investment in Frankfurt am Main: Das aktuelle Anlagebarometer zeigt, dass die die Kapitallebensversicherung in Deutschland noch immer vorn liegt.
Die Zentrale der Fondsgesellschaft Union Investment in Frankfurt am Main: Das aktuelle Anlagebarometer zeigt, dass die die Kapitallebensversicherung in Deutschland noch immer vorn liegt. © dpa/picture alliance

Immerhin mehr als jede zweite Deutsche will seine Geldanlagen zum Jahreswechsel überprüfen. Dank des Niedrigzinses werden auch Investmentfonds im kommenden Jahr so beliebt wie lange nicht sein, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage zum Sparverhalten der Deutschen. Gleichwohl gilt: In Sachen Altersvorsorge liegt die Kapitallebensversicherung in der Gunst der Bundesbürger noch immer vorn.

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Bald ist es wieder Zeit für den Kalenderwechsel. Die meisten Deutschen begrüßen das neue Jahr mit guten Vorsätzen: 58 Prozent tun das mit Plänen für die Gesundheit. Die Familie folgt auf Platz zwei, der Beruf auf Platz drei. Das Schlusslicht bilden Finanzen und Geldanlagen – trotzdem nimmt sich jeder Zweite vor, zum Jahreswechsel seine Geldanlagen zu überprüfen. Das zeigt das aktuelle Anlagebarometer, eine Umfrage der Fondsgesellschaft Union Investment unter deutschen Privathaushalten.

„Bei den Vorsätzen für das kommende Jahr denken die meisten Menschen zuerst an das eigene Wohlbefinden. Dabei können sie mit kleinen Stellschrauben gerade beim Thema Geldanlage und Finanzen einiges optimieren“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

Immerhin: Von den 58 Prozent, die ihre Anlagen überprüfen wollen, achten knapp zwei Drittel (63 Prozent) darauf, dass sie möglichst alle staatlichen Zuschüsse und Steuervergünstigungen mitnehmen. 41 Prozent der Sparer fragen deshalb beim Vermögenscheck ihren Bankberater. 59 Prozent dagegen tun das auf eigene Faust.



Rund die Hälfte der Anleger (49 Prozent), die über ein Fest- beziehungsweise Termingeld verfügen, bekommen weniger als ein Prozent Zinsen. Knapp ein Viertel (23 Prozent) verzeichnet einen Ertrag von ein bis zwei Prozent. Angesichts der mageren Zins-Ausbeute stufen 39 Prozent der Befragten Investmentfonds als attraktive Geldanlage ein, das sind 9 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal.

42 Prozent halten es für sinnvoll, einen kleinen Teil ihres Geldes in chancenreichere Anlageformen wie Aktien oder Investmentfonds anzulegen. Gleichwohl geben 46 Prozent der Sparer an, dass sie Anlageformen bevorzugen, die sie schon einmal genutzt haben und bereits kennen.

Sparbuch für Kinder und Familie weiter auf Platz eins

Insbesondere den langfristigen Vermögensaufbau sehen 22 Prozent der Anleger als die zweitbeste Anlageform, nur knapp hinter Aktien mit 26 Prozent. Beim Sparen für Kinder und Familie liegt das Sparbuch mit 28 Prozent weiterhin auf Platz eins. Auch, wenn es diesbezüglich von Seiten einiger Experten viel Kritik gibt. Investmentfonds kommen aber mit 17 Prozent immerhin gleich dahinter.

Kapitallebensversicherung kann sich behaupten

In Sachen Altersvorsorge liegt die Kapitallebensversicherung noch immer vorn. 38 Prozent sehen in ihr die beste Anlageform, um ihr Sparziel fürs Alter zu erreichen. Investmentfonds und Aktien liegen bereits mit jeweils 17 Prozent auf Platz zwei, vor dem Sparbuch (9 Prozent) und dem Bausparvertrag (7 Prozent).

Weiter teilen die Studienmacher mit, dass Sparpläne bei Anlegern momentan sehr beliebt seien. Demnach geben 86 Prozent der Befragte an, dass sie sich einen Sparplan mit 50 Euro Beitrag im Monat leisten können. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) findet diese Möglichkeit gut, weil sie sich bereits mit kleinen Beträgen füllen lassen.

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