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Neue Produkthoffnung für Reisebüros Airline pleite, Versicherung zahlt

Flugzeuge der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin stehen im Oktober 2017 auf dem Vorfeld des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld, Brandenburg.
Flugzeuge der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin stehen im Oktober 2017 auf dem Vorfeld des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld, Brandenburg. © dpa/picture alliance

Viele Reisebüros ächzen unter dem Druck der Konkurrenz aus dem Internet. Die Reisebüro-Allianz Quality Travel Alliance hofft nun auf eine neue Produktidee: Eine Versicherung, die einspringt, wenn die Fluggesellschaft in Konkurs geht.

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Angesichts der Online-Konkurrenz müssten sich die Reisebüros in Deutschland um Zusatzgeschäft bemühen. Allerdings bezahlen die Kunden nicht gern für Dienstleistungen, die es bis dahin kostenlos gab.

Die Reisebüro-Allianz Quality Travel Alliance (QTA) will für dieses Problem nun eine Lösung gefunden haben. Sie bietet ab sofort eine Versicherung an, die den Reisenden gegen eine Insolvenz der Airline absichert, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Zu QTA gehören insgesamt 8.000 Kooperationspartner, darunter Branchenschwergewichte wie Neckermann oder TUI.

Not macht erfinderisch: Auch ans Blumen gießen wurde gedacht

Das Konzept sieht vor, dass die Reisebüros ihren Kunden Service-Pakete mit speziellen Service-Dienstleistungen schnüren - darunter jene Versicherung, die im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der Fluggesellschaft, wie jüngst bei Air Berlin geschehen, einspringt. Auch wenn der Urlauber beispielsweise aufgrund eines Staus seinen Flug verpasse, könne die Versicherung leisten, heißt es. Ebenso zählen zum neuen Rundum-Service Sitzplatzreservierungen oder das Besorgen eines Visums.

15 bis 25 Euro pro Reise will QTA erzielen 

Selbst das Annehmen von Paketen durch einen Reisebüro-Mitarbeiter oder das Blumen gießen seien denkbar. Jedes Reisebüro soll selbst entscheiden, was möglich ist. QTA halte je nach Leistungsumfang Beiträge zwischen 15 und 25 Euro pro Reise für denkbar.  

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