11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Neue Geschäftsmodelle „Jurassic Park der Versicherer“

© Getty Images

Die Versicherungswirtschaft muss sich erneuern. Ein Expertenforum bescheinigt den Willen zur Digitalisierung. Doch während woanders Industrie 4.0 gelebt würde, steht die Assekuranz noch bei 1.0.

| , aktualisiert am 22.06.2016 18:37  Drucken
Die Versicherungswirtschaft steht nach Meinung von KPMG Senior Executive Jörg Wälder vor einem „schmerzhaften Cost-Cutting“ und brauche andere Geschäftsmodelle, die mehr als nur eine digitale Veredelung seien. „Es kann auch sein, dass liebgewordene Elemente aufgegeben werden – das kann auch die Risikotragung sein”, so Wälder auf der Forumsveranstaltung der Vereinigung der Versicherungs-Betriebswirte (VVB).

Das Positive: Nach Einschätzung von Wälder böten auch die Fintechs noch keine „disruptiven” Geschäftsmodelle: „Sie haben nur Teile des Versicherungsgeschäfts digitalisiert, aber von disruptiven Modellen sind wir noch Lichtjahre entfernt”. Ein disruptiver Prozess zerlege alle Bestandteile und setze sie neu, aber unter Umständen nicht mehr vollständig, zusammen.

Mit dem Modernisierungsprozess der Branche waren die Podiumsteilnehmer (neben Wälder, Axa-Vorstand Thierry Daucourt, Werner Döringer vom DVS, Stefan Materne und Mathias Pahl von Willis Towers Watson) teils sehr kritisch, vor allem mit dem Industriegeschäft. „Alles spricht über Industrie 4.0, in der Versicherungswirtschaft geht es aber erst um 0.1“, zitierte Pahl aus einem Gespräch mit einem seiner Großkunden.
Werbung

Auch im Industriegeschäft müsse der gesamte Geschäftsverlauf geändert werden. Daucourt bezeichnete dieses Segment als „Jurassic Park der Versicherer“. Digitalisierung und Automatisierung fokussierten sich noch auf das Gewerbegeschäft, weil die Marge in der Industrieversicherung noch ausreiche, wenn das Underwriting „vernünftig” sei. Döring berichtete, dass die Sparanstrengungen zumindest nicht die Schadenregulierung beträfen. „Die Mittelständler werden in der breiten Masse nicht schlechter reguliert”, so Döring.
Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Mittwoch, 20. Februar 2019, um 15 Uhr

Jetzt anmelden!

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.