Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Neue EU-Vermittlerrichtlinie Versicherer unterschätzen IDD

Europäische Flaggen.
Europäische Flaggen. © Getty Images

Mehr als die Hälfte der deutschen Versicherer hat sich noch nicht mit der neuen EU-Vermittlerrichtlinie IDD beschäftigt, zeigt eine Studie der Unternehmensberatung PPI. Das aber gefährde die Umsetzung bis 2018. Der Grund: Um die hohen Anforderungen an Vergütungssysteme, Weiterbildung und Beratung zu erfüllen, müssten entsprechende Prozesse und Systeme eingeführt werden.

| , aktualisiert am 05.01.2016 14:00  Drucken
Die neue EU-Vermittlerrichtlinie hat inzwischen eine weitere Hürde auf dem Weg zur Umsetzung genommen. Am 24. November beschloss das Europäische Parlament die IDD. Die Herausforderung für die Versicherer besteht nun darin, die Umsetzung in bereits laufende Projekte zu integrieren. Der EU-Gesetzgeber greift derart umfassend in den Vermittlermarkt ein, dass zahlreiche Prozesse in den Unternehmen betroffen sind.

„Die Versicherer sollten die IDD bereits in ihre Projektplanung für 2016 aufnehmen, um die teils gravierenden Auswirkungen der EU-Verordnung berücksichtigen zu können“, sagt Sascha Däsler, Experte für Versicherungsvertrieb bei PPI. „Dies betrifft auch laufende Projekte beispielsweise bei der Digitalisierung von Vertriebs- und Kommunikationswegen. Bildlich gesprochen, sollten die Versicherer jetzt schon prüfen, ob sie bei einer ohnehin bereits aufgerissenen Straße eine zusätzliche Leitung verlegen können.“

Diese Informationssammlung steht vielen Versicherern jedoch noch bevor. 54 Prozent geben an, damit noch gar nicht begonnen zu haben. Weitere 11 Prozent der Gesellschaften haben mit der IDD verbundene Themen bestenfalls zur Hälfte hausintern adressiert. Riskant, meint Däsler, und nennt als möglichen Fallstrick Provisionsauskünfte, die Kunden beim Vertragsabschluss erhalten. „Die Versicherer müssen künftig auf Knopfdruck die Provisionsbestandteile offenlegen“, so der Experte.
Altersvorsorge neu gedacht
Werbung

Das seit Jahren anhaltende Niedrigzinsumfeld verändert nachhaltig die private Altersvorsorge. Lohnen sich die als verstaubt geltenden Versicherungsprodukte überhaupt noch? Und wie können Sparer ihre Anlageziele optimal erreichen und ihr Langlebigkeitsrisiko absichern? Das erläutert Stephan Hoppe, Direktor Investmentstrategie bei Standard Life, im Interview.

Standard Life bleibt Standard Life
Werbung

Obwohl Standard Life jetzt offiziell der Phoenix Gruppe angehört, wird sich für die deutschen und österreichischen Vertriebspartner und Kunden des Versicherers in Zukunft nichts ändern.

Im Video-Interview spricht Susan McInnes, Vorstandsvorsitzende der Standard Life Versicherung, über ihre Pläne und die Details der strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe.

Basisrente: Alleskönner unter den Vorsorgeprodukten
Werbung


Mit einer Basisrente steht Ihren Kunden ein Vorsorgeprodukt zur Verfügung, das unter anderem flexible (Zu)Zahlungen, Steuervorteile sowie Pfändungs- und Insolvenzschutz bietet.

Werfen Sie jetzt einen Blick auf Ihren Bestand und sprechen Sie Ihre Kunden auf die Basisrente an. Denn noch können die zum Produkt gehörenden Steuervorteile für das laufende Jahr ausgeschöpft werden.

Informieren Sie sich zudem über die fondsgebundene Basisrentenversicherung Maxxellence Invest von Standard Life. Neben 50 neuen Fonds wartet das Produkt mit vielen Zusatzoptionen auf. Jetzt mehr erfahren!

Fit für den Brexit: Alles rund um die „Part-VII-Übertragung“
Werbung


Seitdem der Brexit-Termin feststeht, hat Standard Life begonnen, die Weichen neu zu stellen und die Übertragung der deutschen und österreichischen Verträge auf seine schottische Tochtergesellschaft vorzubereiten.

Als Basis für die Übertragung wird ein rechtliches Verfahren, die sogenannte „Part-VII-Übertragung“, dienen. Lesen Sie hier mehr über die geplanten Schritte, die Regulierungsfragen und den voraussichtlichen Zeitplan.