Neue Analyse zeigt Die Deutschen müssen bis 71 arbeiten – mindestens

Ein Mann mit Tasche läuft an einem Mülleimer vorbei mit einem DGB-Aufkleber „Rente mit 67 – Kiel sagt Nein“: Die Rente mit 67 wird laut neuen Analysen nicht mehr reichen.
Ein Mann mit Tasche läuft an einem Mülleimer vorbei mit einem DGB-Aufkleber „Rente mit 67 – Kiel sagt Nein“: Die Rente mit 67 wird laut neuen Analysen nicht mehr reichen. © dpa/picture alliance

Eine neue Analyse legt nahe, dass die Deutschen nicht umhin kommen werden, für eine stabile Rente länger zu arbeiten. Die neue Prognose für 2030 liegt nun bei 71 Jahren. Bis 2040 könnte der Wert 73 Jahre betragen. Die Details gibt es hier.

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Lars Feld, Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung, hat seine Rechenmaschine angeworfen und analysiert, wann das deutsche Rentensystem tatsächlich stabil wäre. Das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd. Denn laut Felds Forschung muss das Renteneintrittsalter bis 2030 auf 71 Jahre angehoben werden. 



Nur dann könnten die Deutschen abschlagfrei in Rente gehen, berichtet die Zeitung „Die Welt“. Mit weniger Rente müssen die Bundesbürger laut Felds Berechnungen aber trotzdem rechnen. Das Rentenniveau wird laut seiner Prognose dann nur noch bei 42 Prozent des Durchschnittseinkommens liegen. Der Beitragssatz wird 24 Prozent betragen, aktuell sind es 18,7 Prozent.

Feld schlägt wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln, berichtet die Welt weiter. Lege die Lebenserwartung um drei Monate zu, müsse der Renteneintritt um zwei Monate nach hinten wandern.

Felds Prognose ist dabei eher gemäßigt. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) etwa hat bis zum Jahr 2041 ein Renteneintrittsalter von 73 Jahren vorgeschlagen, um das umlagefinanzierte Rentensystem zu stabilisieren.
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