Das Thema Nachhaltigkeit bewegt immer mehr Menschen. Hier pflanzt eine Gruppe junger Leute einen neuen Baum. © Panthermedia
  • Von Oliver Lepold
  • 13.09.2019 um 11:05
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Nachhaltige Kapitalanlagen stehen hoch im Kurs. Wie hat sich das entsprechende Angebot bei fondsgebundenen Rentenversicherungen entwickelt? Worauf müssen Anleger achten? Pfefferminzia klärt auf.

Nachhaltigkeit gewinnt weltweit immer mehr an Bedeutung. Auch in der Altersvorsorge fragen immer mehr Anleger nach Fonds, die ökologischen, sozialen sowie Kriterien der guten Unternehmensführung genügen (kurz: Environmental, Social, Governance – ESG). Die Europäische Kommission arbeitet derzeit an verpflichtenden ESG-Kriterien für die Branche. Noch herrscht allerdings oftmals Verwirrung, was nachhaltig eigentlich bedeutet.

„Nachhaltigkeit muss nicht nur im Investment, sondern im alltäglichen Handeln und der Organisation integriert werden“, sagt Thomas Schafbauer, zuständig für die Geschäftsentwicklung bei der internationalen Fondsgesellschaft Arabesque. Wer eine fondsgebundene Rentenversicherung mit nachhaltigen Fonds abschließen möchte, muss daher genau hinschauen, so der ESG-Experte. Die Auswahl an wirklich nachhaltigen Investmentfonds auf dem deutschen Markt sei noch nicht überwältigend.

Worauf Anleger achten sollten

Der Markt nachhaltiger Geldanlagen ist groß. Viele Versicherer bauen ihre Angebote gerade aus. Hier den Überblick zu behalten, ist jedoch nicht leicht. Schafbauer rät, besonders auf folgende Kriterien zu achten:

  • Ist ein renommiertes Gütesiegel im Spiel? Gibt es zum Beispiel Aussagen des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zum Versicherer? Ist die Gesellschaft Mitglied im UNPRI, einer freiwilligen Nachhaltigkeits-Initiative der Investmentindustrie?
  • Wie gut sind die Informationen? Findet der Kunde alle wichtigen und relevanten Detailinformationen zur Nachhaltigkeitsstrategie auf den Internetseiten des Anbieters?
  • Wie transparent ist die Versicherungslösung? Durch welche Kriterien definiert sich der Investmentprozess der Fonds? Verfolgen sie einen systematischen und regelbasierten Investmentansatz?
  • Ist der Berater speziell qualifiziert, um über nachhaltige Anlagen zu beraten?

Der Experte ist von der Selbstregulierung des Marktes überzeugt. Durch die Digitalisierung werde die Transparenz der Unternehmen weiter zunehmen. „Verbrauer und Investoren haben immer mehr Einfluss und organisieren sich zum Beispiel durch das Internet. Menschen, aber auch Institutionen wollen Nachhaltigkeit und fordern sie“, so Schafbauer. Seine Prognose: Nachhaltig zu investieren werde in einigen Jahren Standard sein.

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Oliver Lepold

Oliver Lepold ist Dipl.-Wirtschaftsingenieur und freier Journalist für Themen rund um Finanzberatung und Vermögensverwaltung. Er schreibt regelmäßig für Das Investment, Pfefferminzia und private banking magazin.

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