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Nachfolgeplanung „Die Erben des Maklers bekommen NICHTS“

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Warten bis es zu spät ist: Tausende Versicherungsmakler haben bisher nichts getan, um das eigene Lebenswerk sicher für die Erben zu machen. Nur eine Minderheit hat das Erbe komplett geschützt. Ohne die entsprechenden Vorsorgemaßnahmen droht aber der Totalverlust der Courtageansprüche. Was man dagegen tun kann, erklärt Unternehmensberater Peter Schmidt in seiner Kolumne.

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Für Partner des Lübecker Maklerpools gibt es einen besonders interessanten Aspekt. Verstirbt der Makler, bevor er auf „Rente“ umgestellt hat, dann ist bereits zu diesem Zeitpunkt die Rente für eine bezugsberechtigte Person gesichert und kann abgerufen werden. Somit ist der Bestand für die Familie gesichert und deren Existenz geschützt.

Der Verantwortliche für die Maklerrenten von Blau Direkt, Dirk Henkies, stellt nochmal klar: „Verstirbt der Makler während der Rentenbezugsphase, geht der Anspruch auch auf die bezugsberechtige Person über, bis insgesamt 30 Jahre lang gezahlt wurde. „Das rechnet sich“, so meint Henkies, „auf jeden Fall. Selbst wenn durch die Umstellung etwas Abrieb entsteht.“

Nach Angaben von Blau Direkt läuft die Vorbereitung von Maklern für das Modell Maklerrente Hand in Hand zwischen der dafür spezialisierten Abteilung bei Blau Direkt und den interessierten Maklern. Das Ergebnis sind laut Nachfrage bei Henkies schon 35 Bestände, die seit Start Juni 2018 übernommen wurde. Seit Ende letzten Jahres, gibt es auch die ersten „echten Rentner“, die die Simplr Maklerrente beziehen.

Geschäftlich und Privat – Postmortale Vollmacht

Grundsätzlich sollten die Fragen des privaten und geschäftlichen Erbes im Rahmen der gesetzlichen Regelung individuell durch eine nach dem Tod geltende Vollmacht unterstützt werden. Das sind postmortale Vollmachten, die Basis für die Ausstellung eines Erbscheins, Regelungen zum Verkauf der Firma und für Nachfolgeregelungen legen können. Dem interessierten Leser ist dazu auch ein Blick in das Handelsgesetzbuch (HGB) zu empfehlen.

Der besonders auf eine Regelung seiner geschäftlichen Angelegenheiten im Todesfall bedachte Makler wird prophylaktisch seine Geschäftsunterlagen nebst Notfallplan in so einem Zustand pflegen, dass im Fall der Fälle eine rasche Übergabe möglich ist. Ein vorbereiteter Kaufvertrag kann dazu gehören. Ob und wann Sie soweit gehen wollen, dies ist ihre Entscheidung.

Wählen Sie Ihren Weg aus und gehen Sie diesen dann auch konsequent zu Ende. Dann brauchen Sie sich auch keine Sorgen zu machen, dass Ihre Erben nichts bekommen.

Zur Person
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Thorulf Müller

Dr. Peter Schmidt ist seit 2013 Inhaber der Unternehmensberatung Consulting & Coaching in Berlin und als Experte für Strategie- und Prozessberatung für Versicherer, Maklerpools, Vertriebe und Makler tätig. Er ist außerdem Autor der Fachbroschüre „Nachfolge – gewusst wie“.

Expertenkolumnen von Dr. Peter Schmidt