Nach Unfall im Stadion Versicherungsagent verklagt FC Bayern AG auf 120.000 Euro

Die Allianz-Arena in München: Hier passierte der Unfall, für den der Kläger 120.000 Euro Schadensersatz verlangt.
Die Allianz-Arena in München: Hier passierte der Unfall, für den der Kläger 120.000 Euro Schadensersatz verlangt. © Getty Images

Ein Versicherungsagent will sich in der Allianz Arena ein Spiel des FC Bayern München gegen Manchester United ansehen. Dabei kommt es zum Unfall. Ein britischer Fußballfan springt im Eingangsbereich über ein Drehkreuz und verletzt den Mann schwer. Nun verlangt der Geschädigte von der FC Bayern AG Schadensersatz in Höhe von 120.000 Euro.

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Es ist der 9. April 2014 und ein Versicherungsagent aus Österreich will sich das Spiel FC Bayern München gegen Manchester United in der Allianz Arena anschauen. Daraus wird aber nichts. Der Grund: Ein englischer Fußballfan hat kein Ticket und springt kurzerhand über das Ticket-Drehkreuz im Eingangsbereich. Bei der Landung trifft er den Österreicher. Kniescheibe und Elle brechen – heute noch geht der Geschädigte am Stock, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Nun verklagt der Österreicher die FC Bayern AG auf Schadenersatz in Höhe von rund 120.000 Euro. Warum? Das erklärt der Rechtsanwalt des Betroffenen der Zeitung: Der FC Bayern habe nicht genug dafür getan, solche Unfälle zu verhindern. In anderen Stadien etwa, seien diese Drehkreuze so hoch, dass keiner einfach drüber springen kann. Außerdem setzten die Ticket-Kontrollen viel früher an, sodass Leute ohne Ticket gar nicht erst in die Nähe der Drehkreuze kämen.

Der Rechtsanwalt der FC Bayern AG ist anderer Meinung. Solche Drehkreuzsprünge kämen höchstens vier bis fünf Mal pro Jahr vor und noch nie sei etwas Vergleichbares vorgefallen. Mit einem Sicherheitsrisiko habe das nichts zu tun, es handele sich vielmehr um einen „bedauernswerten Unfall“.

Den ersten Verhandlungstag vor Gericht gab es bereits. Den Vorschlag der Richters, das Ganze gegen eine Zahlung in Höhe von 10.000 Euro an den Kläger fallen zu lassen, schlugen beide Parteien aus. Am 5. April geht es weiter.

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