Nach jahrzehntelanger Familienfehde Gericht spricht Arag-Erbin Millionenausgleich zu

Arag-Vorstandsvorsitzender Paul-Otto Faßbender bei einem Pressetermin im Jahr 2012 in Düsseldorf.
Arag-Vorstandsvorsitzender Paul-Otto Faßbender bei einem Pressetermin im Jahr 2012 in Düsseldorf. © dpa/picture alliance

„Ich lasse mich nicht mit Almosen abspeisen“ – so kommentierte Arag-Erbin Petra Faßbender einst die Dauerfehde mit ihrem Bruder und Arag-Chef, Paul-Otto Faßbender, um das Testament ihres Vaters. Nun ist der Prozess nach 35 Jahren zu Ende gegangen. Das Ergebnis: Ein Almosen ist es nicht geworden, doch statt der geforderten Mindestsumme von 15 Millionen Euro muss sich die Schwester nun mit rund 3,5 Millionen Euro nebst Zinsen zufrieden geben.

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Der Richterspruch sei „ein Dämpfer für die Krankenhaus-Unternehmerin“ und Arag-Erbin Petra Faßbender (68), berichtet das Handelsblatt am Donnerstag über den „Zoff in Dauerschleife“.

Nach jahrzehntelangem Rechtsstreit hat das Oberlandesgericht Düsseldorf das erstinstanzliche Urteil aus dem Jahr 2017 nun rechtskräftig bestätigt (wir berichteten). Es besagt: Der Chef des Düsseldorfer Versicherungskonzern Arag, Paul-Otto Faßbender (72), muss seiner Schwester einen Ausgleich für die Firmenanteile des 1972 verstorbenen Vaters zahlen, die der Nachkomme damals allein zugesprochen bekam. Für Faßbender sollte es laut Testament nur eine Abfindung geben.

Doch statt der von ihr zuletzt geforderten Summe in Höhe von mindestens 15 Millionen Euro muss ihr der Bruder nur rund 3,5 Millionen Euro plus Zinsen zahlen. Außerdem muss Faßbender 75 Prozent der Prozesskosten tragen.

Endgültig beigelegt ist der Familienstreit damit aber wohl noch nicht. Aus dem Testament, der im September 2015 verstorbenen Mutter Gisela Faßbender, geht hervor, dass ihre Anteile an dem Versicherungskonzern beiden Kindern vermacht werden sollen. „Petra Faßbender aber ficht auch dieses Testament an“, berichtet das Handelsblatt. Die Klage sei bereits eingereicht.

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