Was ist geschehen?

Ein Versicherungsvertreter bekommt über Jahre Provisionen für Verträge, die es gar nicht gibt. So soll der 59-Jährige 670.000 Euro ergaunert haben. Aktuell steht er deshalb wegen gewerbsmäßigen Betrugs vor Gericht.

Dort hat der Inhaber einer Versicherungsagentur in Hennef den Betrug zugegeben, berichtet der General-Anzeiger.

Der Grund:

Als selbstständiger Vertreter sei er davon abhängig gewesen, so viele Verträge wie möglich abzuschließen, um die Provisionen zu erhalten. Außerdem wurde sein Geschäftspartner, mit dem er die Agentur leitete, krank.

Als er die Agentur alleine leiten musste und die Verträge über reale Kunden nicht mehr in ausreichender Zahl zustande kamen, habe er im Juli 2011 begonnen, Verträge zu erfinden. Sein Geschäftspartner wusste davon nichts, so der 59-Jährige.

Wie ging er dabei vor?

Er schloss im Namen von Bekannten und deren Kindern private Rentenpolicen ab. Er erfand Versicherungsverträge für Gebäude, die es gar nicht gab.