Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der existenziellsten Versicherungen, denn das Risiko berufsunfähig zu werden, ist hoch. Ungefähr jedenr fünften Arbeitnehmer trifft es, zitieren der BdV und die Verbraucherzentrale NRW aus der Statistik der Deutschen Rentenversicherung. Doch nur wenige haben für den Ernstfall mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorgesorgt.



An der Ignoranz der Deutschen liegt die fehlende Vorsorgebereitschaft laut den Verbänden aber nicht. „Das bestehende Modell der privaten Vorsorge hat sich für viele Berufstätige als untauglich erwiesen und muss dringend reformiert werden“, sagt Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Jeder potenziell Betroffene sollte ein Anrecht auf eine ausreichende Rente bei Verlust seiner Arbeitskraft haben.“

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Derzeit sei es jedoch nicht jedem interessierten Verbraucher möglich, eine solche Absicherung zu erlangen. Häufig würden Vorerkrankungen, das Berufsbild, das Alter oder ein viel zu hoher Beitrag den Abschluss erschweren oder verhindern. „Politik und Versicherungswirtschaft sind daher gefordert, allen einen erleichterten Zugang zu privaten qualifizierten Arbeitskraftabsicherungen zu ermöglichen und ihnen hierbei eine fachliche Unterstützung bei Vertragsschluss und der Leistungsstellung – falls nötig gesetzlich – fest zur Seite zu stellen“, sagt BdV-Vorstand Axel Kleinlein.

BdV und die Verbraucherzentrale stellen drei Forderungen auf, die eine flächendeckende BU-Absicherung ermöglichen sollen.