Helmut Dedy ist Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags. © picture alliance/Guido Kirchner/dpa
  • Von Karen Schmidt
  • 08.11.2019 um 03:25, aktualisiert am 08.11.2019 um 02:26
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Der Gesetzgeber hat Angehörige bei der Pflege entlastet. So müssen sich Kinder nun erst ab einem Jahresbruttoeinkommen in Höhe von 100.000 Euro an den Pflegeheim-Kosten ihrer Eltern beteiligen. Die Städte wird das gehörig belasten, erklärt Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, und fordert einen entsprechenden Ausgleich.

Der Bundestag hat vor kurzem das Angehörigen-Entlastungsgesetz beschlossen. Dieses sieht vor, dass sich Angehörige Pflegebedürftiger erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von 100.000 Euro an den Pflegeheim-Kosten beteiligen müssen. Das Ziel des Gesetzes sei „richtig und wichtig“, so Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, gegenüber den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

Die Folge des Gesetzes sei aber, dass deutlich weniger Angehörige die Kosten der Pflege tragen würden. Auf die Städte kämen dadurch Mehrbelastungen von voraussichtlich 500 Millionen Euro pro Jahr zu. Einen Kostenausgleich sehe das Gesetz aber nicht vor, beklagt der Hauptgeschäftsführer.

„Deshalb ist es gut, dass die Koalitionsfraktionen zusätzlich fordern, dass der Bund die Kostenentwicklung für die Kommunen bis 2025 evaluieren muss“, sagt er. Die Mehrbelastungen müssten „vollständig ausgeglichen“ werden.

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Karen Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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