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Mehr Geld = bessere Produkte? In der Kapitalanlage geht es ungerecht zu, finden die meisten Deutschen

70 Prozent der Deutschen glauben, dass reichen Menschen bessere Produkte für die Geldanlage zur Verfügung stehen.
70 Prozent der Deutschen glauben, dass reichen Menschen bessere Produkte für die Geldanlage zur Verfügung stehen. © RWB Group

Die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass vermögenden Menschen bessere Produkte für die Geldanlage zur Verfügung stehen als Normalsparern, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag der RWB Group zeigt. Doch diese Meinung sei so nicht zutreffend, meinen die Auftraggeber – die Begründung erfahren Sie hier.

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70 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass reiche Menschen bessere Produkte für die Kapitalanlage angeboten bekommen als andere. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der RWB Group, einem Anbieter von Private-Equity-Fonds für Privatanleger.

Um als reich zu gelten, bedarf es aus Sicht von rund 46 Prozent der Befragten eines Vermögens von mindestens einer Million Euro inklusive Immobilienbesitz - für weitere acht Prozent beginnt Reichtum erst ab drei Millionen Euro (siehe Grafik).

„Vermögende Menschen sind in der Regel sehr gut darin, ihr bereits bestehendes Vermögen weiter zu vermehren“, sagt Norman Lemke, Vorstand und Gründer der RWB Group. „Das liegt allerdings nicht an besseren Produkten“, so Lemke. „Sie kaufen sich vielmehr mit Family Offices, eigenen Vermögensverwaltern oder Privatbanken fachliche Expertise ein.“

Potenzial von Aktienmärkten werde verkannt

Reiche Anleger wüssten zudem, dass der langfristige Vermögensaufbau mit der Beteiligung an Unternehmen etwa in Form von Aktien und Private Equity gelingen könne, heißt es bei RWB. Und leider sähen viele Deutsche noch immer nicht das Potenzial von Investitionen am Aktienmarkt. „Ich vermute, dass das Selbstvertrauen beim Vermögensaufbau auch deshalb so niedrig ist, weil diese langfristige Chance unterschätzt wird“, sagt Horst Güdel, Vorstand und Gründer der RWB Group.

Vorstandskollege Lemke ergänzt: „An dieser Stelle ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig. Denn für Normalverdiener gibt es sicherheitsorientierte Anlagelösungen, mit denen sie von diesen Anlageklassen ebenso profitieren können wie die Reichen.“

Das Streben nach Reichtum hat nachgelassen

Gut zwei Drittel der Deutschen halten es übrigens für „sehr“ oder „eher erstrebenswert“, reich zu sein (65,8 Prozent). Damit ist das Streben nach Reichtum gegenüber der Vorjahresumfrage um etwas mehr als 4 Prozentpunkte gesunken (2017: 70,0 Prozent).

„Eine gute Ausbildung und Qualifizierung und infolgedessen ein gutbezahlter Job sind das Fundament für ein Leben im Wohlstand“, so RWB-Gründer Güdel.

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