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Mehr als 800 Mitarbeiter in Deutschland betroffen Allianz will Stellen streichen und Standorte schließen

Die Allianz will in Deutschland bis 2020 insgesamt 700 Vollzeitstellen abbauen.
Die Allianz will in Deutschland bis 2020 insgesamt 700 Vollzeitstellen abbauen. © Allianz

Die Allianz will 700 Vollzeitstellen bis Ende 2020 in Deutschland abbauen. Insgesamt sollen laut eines Medienberichts sogar mehr als 800 Allianz-Mitarbeiter von den Stellenstreichungen im Bereich Betrieb/Schaden betroffen sein, da viele von ihnen in Teilzeit arbeiteten. Als Begründung nennt das Management die Digitalisierung. Auch Standortschließungen sind demnach geplant.

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In Deutschland arbeiten insgesamt 29.000 Menschen für die Allianz. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) zufolge muss davon ein beträchtlicher Teil um den Job bangen. So habe das Management vor wenigen Tagen angekündigt, bis Ende 2020 insgesamt 700 Vollzeitstellen allein im Bereich Betrieb/Schaden abzubauen. Da jedoch viele Mitarbeiter in Teilzeit arbeiteten, sind mehr als 800 Allianz-Beschäftigte von den Maßnahmen betroffen.

Demnach sei der Stellenabbau Teil eines Sparprogrammes, dem insgesamt 1.270 Jobs zum Opfer fielen. 570 Stellen seien in den vergangenen Monaten bereits über Teilzeitregelungen abgebaut worden, schreibt die SZ und verweist zudem auf Berichte im Allianz-Intranet, in denen das Management sein Vorgehen mit der Digitalisierung begründet.

Mehreren Standorten droht das Aus

In Zuge dessen würden weniger Sachbearbeiter benötigt, da immer mehr Prozesse standardisiert und digital abliefen. Neben Stellenstreichungen sei auch das Zusammenlegen von Standorten geplant. So solle laut SZ die Unfallversicherung nicht mehr in Berlin, München, Leipzig, Hamburg und Stuttgart verwaltet werden, sondern nur noch in Berlin und München. In der Krankenversicherung falle der Standort Berlin größtenteils weg, heißt es weiter.

Was bei der Allianz passiere, sei kein Einzelfall, sondern betreffe die gesamte Branche, schreibt die Zeitung. „Auch die Chefs von Ergo, Zurich, Generali und anderen Gesellschaften drängen darauf, angesichts der Digitalisierung die Kosten zu senken.“ So gebe es Vorstände, die der Ansicht seien, dass die Verwaltungen zu 30 bis 50 Prozent überbesetzt seien.

Auch die Unternehmensberater von McKinsey erwarten laut SZ, dass binnen zehn Jahren 40 Prozent der Stellen verschwinden werden. Dem stehe die Hoffnung gegenüber, dass „anderswo neue, digitale Arbeitsplätze entstehen könnten“, so der Bericht.

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