Master of Disaster: Flughafen Berlin Brandenburg Managerhaftpflicht entschädigt BER mit 12 Millionen Euro

Der BER im Jahr 2012: Bauarbeiter arbeiten am Haupteingang des Berlin-Brandenburg International. Gebracht hat es anscheinend nicht viel, denn offen ist der Flughafen immer noch nicht.
Der BER im Jahr 2012: Bauarbeiter arbeiten am Haupteingang des Berlin-Brandenburg International. Gebracht hat es anscheinend nicht viel, denn offen ist der Flughafen immer noch nicht. © Getty Images

Erinnern Sie sich? Die Läden waren bereits startklar, das Personal eingestellt, die Tickets gebucht. Am 3. Juni 2012 sollte der Flughafen Berlin Brandenburg seine Tore öffnen. Doch dann, nur wenige Wochen vorher – die unerwartete Absage. Nun, drei Jahre später, hat die Managerhaftpflicht gezahlt.

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Der Medienrummel war groß, als das einstige Vorzeigeprojekt Flughafen Berlin Brandenburg (BER) scheiterte. Vom BER-Aufsichtsrat hieß es damals, man wolle das Management auf Schadenersatz verklagen. Jetzt gab es die Einigung mit der D&O-Haftpflichtversicherung. Für die zu späte Absage der Eröffnung durch den damaligen Flughafenchef Rainer Schwarz und seinen Baugeschäftsführer Manfred Körtgen hat die Flughafengesellschaft nun 12 Millionen Euro von der Managerhaftpflicht erhalten. Das berichtet der Tagesspiegel.

Für den Pleiteflughafen kein schlechtes Geschäft. Denn die betroffenen Ladenbetreiber sollen mit einem wesentlich geringeren Betrag entschädigt worden sein. Auch der Betrag, den die Fluggesellschaften erhielten, soll lediglich im einstelligen Millionenbereich gelegen haben. So bekam Air Berlin beispielsweise 1,8 Millionen Euro.

Ein weiterer Kostenpunkt für die Flughafengesellschaft: Der gescheiterte Rauswurf von Schwarz. Nachdem das Gericht die Kündigung für unwirksam erklärt hatte, musste die Gesellschaft ihm noch 1,4 Millionen Euro zahlen.

Mit der Zahlung der D&O sollen alle Forderungen des BER gegen Schwarz und Körtgen abgegolten sein. Einzige offene Rechnung die noch bleibt: Die Korruptionsaffäre um den früheren Technikchef Jochen Großmann. Dieser ist wegen Betrugs bereits verurteilt. Die Flughafengesellschaft verlangt allerdings Schadenersatz wegen des durch ihn verursachten Imageschadens.




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