Wegen Unwissenheit Verhaltene Nachfrage nach Pflegeprodukten

In Japan sollen bestimmte Anzüge den Pflegekräften bei ihrer schweren Arbeit helfen.
In Japan sollen bestimmte Anzüge den Pflegekräften bei ihrer schweren Arbeit helfen. © Getty Images

Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist nach Meinung der Makler immer noch das Top-Vorsorgeprodukt. Auf dem zweiten Platz folgt – allerdings mit Abstand – der Schutz vor Pflegebedürftigkeit.

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40 Prozent der Makler stufen die Absicherung von Berufsunfähigkeit ganz oben auf der Vorsorgeskala ein. Das ermittelte das aktuelle Maklerbarometer des Marktforschungsunternehmens Yougov. Doch schon an zweiter Stelle sehen 22 Prozent der Finanz- und Versicherungsmakler den Schutz vor Pflegebedürftigkeit.



Interessant ist, dass sich die Meinung der Makler zwar mit denen der Versicherungskunden deckt. Doch zum Schutz gegen die als wichtig empfundene Pflegebedürftigkeit haben nur 12 Prozent der Kunden eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen. Das zeigen auch die Angaben der aktuell befragten Makler: Die Pflegezusatzversicherung liegt bei den am häufigsten nachgefragten Produkten mit 23 Prozent nur auf Platz 4.

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Markus Braun, Head of Reports bei Yougov: „Die niedrigen Abschlussraten sind möglicherweise auf die Unwissenheit der Verbraucher zurückzuführen.“ Die Makler sollten in ihren Beratungsgesprächen zusätzliche Aufklärung leisten und Versicherer ihre Kommunikation dahingehend anpassen, so der Yougov-Experte.

Denn dass die private Absicherung beim Thema Pflege künftig deutlich wichtiger werden wird, sind sich die Makler sicher: Knapp jeder Zweite glaubt an eine steigende Nachfrage in den kommenden Jahren.
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