LV 1871 Höhere Provision für männliche Kunden

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Männer sind der LV 1871 mehr wert. Zumindest beim Abschluss von Policen. Darüber klärt ein Schreiben des Versicherers vom 5. November auf.

Dieses Schreiben liegt dem "Versicherungsmagazin" vor. Bewegt ein Vermittler einen Mann zur Vertragsunterschrift, kassiert er danach 2 Promille mehr Provision. Allerdings nur für BU- und Rentenversicherungen.

Laut "Versicherungsmagazin" ist die Bafin seit dem 8. November darüber informiert. Schließlich dürfen mit Unisex nur noch gleiche Tarife für Frauen und Männer angeboten werden. Fraglich auch, ob die LV 1871 nicht gegen den Compliance-Kodex des GDV verstößt.

Die LV 1871 äußerte sich hierzu wie folgt:

Wir handeln bei dieser Vertriebsaktion und generell als Unternehmen rechtskonform.

Ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz liegt nicht vor, da wir selbstverständlich zwischen Frauen und Männern keine Unterschiede bei der Berechnung von Prämien und Leistungen machen. Auch werden mit Blick auf Compliance keine unlauteren Anreizsysteme geboten.

Die Aktion soll dazu beitragen, das Risikoportfolio hinsichtlich der Geschlechtermischung positiv zu steuern, um ein zwischen den Geschlechtern ausgewogenes Versicherungskollektiv herzustellen (mit der Folge einer möglichst günstigen Preiskalkulation gleichermaßen für alle weiblichen und männlichen Kunden).

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