Letztes Mittel Mediation? Wie die außergerichtliche Einigung funktioniert

Heiner Geißler (links) und Kurt Biedenkopf übernahmen 2007 die Rolle der Mediatoren im Tarifstreit zwischen GDL und Bahn.
Heiner Geißler (links) und Kurt Biedenkopf übernahmen 2007 die Rolle der Mediatoren im Tarifstreit zwischen GDL und Bahn. © Getty Images

Kristina Große Siestrup, Mediatorin bei der Arag Versicherung, räumt mit Vorurteilen auf: Im Fokus einer Mediation stehe der Umgang miteinander und seltener das eigentliche Problem, erzählt sie im Interview.

| , aktualisiert um 17:08  Drucken
Etwa 10.000 Mediationen vermittelt die Arag jährlich. Kristina Große Siestrup ist eine der sieben Mediatoren der Versicherung. Ihre Aufgabe ist es, „wie eine Giraffe von oben auf den Konflikt zu blicken und  herauszufinden, wo das Problem liegt“, erzählt sie im Interview. Auch wenn die Lösung auf der Hand liege, müssten die Parteien sie selber finden. Um das zu erreichen, nutzt Große Siestrup spezielle Fragetechniken.

Komme es zu einer Lösung, sei das Ergebnis zwar nicht bindend wie ein Richterspruch. Gerade bei langfristigen Beziehungen wie unter Nachbarn oder im Beruf, bewähre sich der Ansatz aber.

Für die Zukunft wünscht sich Große Siestrup einen „kleinen Beitrag zur Verbesserung der Konfliktkultur in unserem Land geben könnten. Kreativ und konstruktiv statt kämpferisch.“ Da sein man schon auf einem guten Weg.

Weitere Infos zur Mediation, zum Beispiel zum Ablauf oder ob man zu einer Mediation gezwungen werden kann, finden Sie hier.
Pfefferminzia HIGHNOON