Die Alte Leipziger hat bei ihrem im Februar 2017 gestarteten Produkt AL Rente Flex ebenfalls auf den Deckungsstock als Sicherheitsbaustein gesetzt. Kunden können hierbei jeden Monat entscheiden, ob ihre Beiträge nur in Fonds oder nur in den Deckungsstock (mit 0,9 Prozent verzinst) wandern oder ob es eine Mischung beider Töpfe geben soll.


„Das ermöglicht es dem investmentorientierten Anleger, erzielte Gewinne zu sichern oder später – vielleicht bei höheren Zinsen – komplett auf die klassische Anlage umzusteigen“, sagt Jürgen Bierbaum, Vorstand Alte Leipziger Lebensversicherung. Für die Fondsauswahl stehen dem Kunden 90 Fonds zur Verfügung, 20 kann er gleichzeitig besparen.

Weniger Garantie = mehr Fonds

Bei der Garantie-Rente-Performance der Gothaer können Kunden die Höhe ihrer endfälligen Garantie ebenfalls selbst wählen; zwischen 10 Prozent und 90 Prozent liegt hier die Spanne.

Als Sicherheitsbaustein dient ebenfalls das Sicherungsvermögen des Versicherers. „Ein geringeres Garantie-Level führt zu einem höheren Fondsinvestment“, sagt Michael Kurtenbach, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Leben. „So kann der Kunde ganz individuell das Verhältnis von Sicherheit und Rendite bestimmen.“

Kostenbewusstsein ist stärker ausgeprägt

Wenn der Kunde will, kann er auch die jährliche Renditesicherung einsetzen. Zum jährlichen Stichtag am 30. November prüft die Gothaer dann, ob 70 Prozent des Vertragsguthabens zu diesem Zeitpunkt höher sind als die aktuelle Garantie. Sollte dies der Fall sein, wird die Garantie zum Rentenbeginn automatisch auf den neuen Wert erhöht.

Neben neuen Sicherheitsbausteinen gibt es einen zweiten großen Trend, der sich bei Fondspolicen abzeichnet. „Wir beobachten in der Branche ein starkes Kostenbewusstsein“, sagt Nils Hemmer, Leiter Wholesale und Partnervertrieb von Amundi. Die Umfrage der Fondsgesellschaft zeigt, dass 66 Prozent der Anbieter daher vermehrt auf passive Produkte wie börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz ETFs) setzen.