Auf einem Monitor in der Börse Frankfurt ist am 25. September 2017 Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sehen: Am Tag nach der Bundestagswahl bewegte sich der Deutsche Leitindex Dax am Vormittag leicht nach oben. © dpa/picture alliance
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  • 30.10.2017 um 06:46
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Das Niedrigzinsumfeld quält Kunden und Versicherer gleichermaßen. Produkte müssen her, die Rendite bringen, günstig sind und moderne Sicherheitsbausteine bieten. Welche Trends sich hier abzeichnen, erfahren Sie hier.

„Sie sind kostengünstiger und langfristig oft erfolgreicher als aktiv gemanagte Fonds“, begründet Jan Roß, Vertriebsbereichsleiter Makler bei der Inter denn auch die Entscheidung des Versicherers, in seiner Police Inter Mein Leben ausschließlich auf ETFs zu setzen.

Aber auch für Makler habe das Vorteile, gerade im Hinblick auf die steigenden Anforderungen an die Beratung durch die Vertriebsrichtlinie IDD: „Deren Indexabbildung erspart Beratern die permanente Suche nach den besten Fonds aufgrund einer Rating-Abstufung oder eines Managerwechsels im aktuellen Fonds“, so Roß.

Indexfonds auf dem Vormarsch

Der Kunde kann bei der Inter entweder selbst bestimmen, in welche 20 Fonds der Blackrock-Marke iShares er investieren will. Darunter sind etwa der iShares Euro Stoxx Select Dividend (WKN: 263528) oder der iShares M-Dax (593392). Oder er wählt eine von drei ETF-basierten Fondsstrategien aus. Bei „Welt Erträge“ kommen etwa Aktien-ETFs mit hoher Dividendenrendite und Aktien mit geringerer Volatilität wie der iShares Edge MSCI Emerging Markets Minimum Volatility zum Einsatz. Beim „Deutschland Fokus“ sind es ETFs aus den Segmenten Dax, M-Dax und Tec-Dax.

Ebenfalls nur auf ETFs setzt das Insurtech My Pension bei seiner volldigitalen Rentenversicherung. Die Kapitalanlage fließt zu 100 Prozent in physisch replizierende ETFs von Vanguard. Die  durchschnittliche Gesamtkostenquote beträgt dabei 0,16 Prozent“, sagt Rogier Minderhout, Ex-Goldman-Sachs-Banker und Gründer von My Pension. Die Beiträge werden in ein derzeit sieben ETFs umfassendes Portfolio angelegt, das Aktien von über 3.000 Unternehmen weltweit enthält.

USA, Europa und Japan

Den größten Anteil mit 40 Prozent nimmt aktuell der Vanguard FTSE North America (A12CXY) vor dem Vanguard FTSE Developed Europe (A1T8FS) mit 20 Prozent ein. Auf Platz 3 rangiert der Vanguard FTSE Japan (A1T8FU) mit 7 Prozent.

Das Produkt ist noch recht neu, seit Oktober 2016 am Markt. In einer Pro-forma-Rückrechnung des Unternehmens über die vergangenen 15 Jahre hätten Anleger pro Jahr eine Rendite von durchschnittlich 6,6 Prozent erwirtschaftet, so Minderhout. Ein interessantes Angebot, das sich in der Praxis aber erst noch beweisen muss.

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