Können wir unseren Lebensstandard halten, wenn wir nicht mehr erwerbstätig sind? Welche Ausgaben können wir uns zusätzlich leisten? Wie kann ich Vermögen schon zu Lebzeiten übertragen? „Diese und viele Fragen mehr kann nur eine fundierte Ruhestandsplanung beantworten. Sie liefert einen strukturierten und umfassenden Überblick über die aktuelle finanzielle Situation mit dem Ziel, den Ruhestand optimal vorzubereiten“, sagt Malte Wolter, Gruppenleiter Produktmanagement der Condor Leben. „Ist es dann soweit und die Erwerbstätigkeit beendet, begleitet der Ruhestandsplaner seine Kunden weiterhin und justiert gegebenenfalls nach.“

Auf vier Säulen baue ein solches Gespräch auf: Ruhestandsbilanz, Ruhestandsbedarf, Finanzplanung und nicht zu vergessen, die Risikoabsicherung. „Das Langlebigkeitsrisiko unterschätzen dabei zu viele Menschen“, stellt Wolter fest.

Frauen die heute beispielsweise 50 Jahre alt sind, haben eine 17-prozentige Chance, 95 Jahre alt zu werden, besagen Berechnungen des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaften auf Grundlage der Sterbetafeln des Statistischen Bundeamtes. Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung hat auf Grundlage der Prognosen der Vereinten Nationen errechnet, dass 28 Prozent der neugeborenen Mädchen 100 Jahre alt werden könnten. Bei den Jungs sind es immerhin etwa 7 Prozent.

Mit diesen Szenarien beschäftigt sich auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in seiner Initiative „7 Jahre länger“ und liefert weitere Zahlen auf Basis der jüngsten UN-Bevölkerungsdaten: Nicht nur in Deutschland steigt die Lebenserwartung, weltweit leben heute 126 Millionen Menschen, die mindestens 80 Jahre alt sind. Zum Vergleich: Im Jahr 1990 waren es noch 54 Millionen. Und im Jahr 2040 könnten es mehr als 300 Millionen Über-80-Jährige sein.

Dass ein hohes Alter erreicht werden könnte, wird also immer wahrscheinlicher. Die Rentenversicherung garantiert ein Leben lang eine regelmäßige Zahlung. Auch wenn das angesparte Vermögen beispielsweise nach 20 Jahren aufgebraucht ist. „Aufgrund der aktuellen Marktbedingungen und der Nullzinspolitik sind fondsgebundene Produkte für viele Kunden attraktiver als klassische“, sagt Malte Wolter.