Steht die Auszahlung der eigenen Riester-Rente an, kann es Sinn machen, den Anbieter möglichst früh einen Vorschlag für die Auszahl­phase zu machen – und diesen im Zweifel zu verwerfen und sich nach einer besseren Alternative bei einem anderen Versicherer umzuschauen, so der Rat der Stiftung Warentest. © picture alliance/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
  • Von Juliana Demski
  • 12.11.2019 um 05:19
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Noch kurz vor der Rente den Riester-Vertrag wechseln? Das geht – und zwar dann, wenn die voraussichtlichen monatlichen Raten niedriger ausfallen als erhofft. Laut der Stiftung Warentest akzeptieren zwar nur wenige Versicherer Wechsler, doch der Schritt kann sich lohnen.

Drei Monate vor Beginn der Auszahlungsphase müssen Versicherer, Banken und Fondsgesellschaften ihren Riester-Sparern über ihre voraussichtliche monatliche Zahlung informieren. Ist die niedriger als gewünscht, können Kunden von der Wechselregelung Gebrauch machen. Die Stiftung Warentest hat bei 31 Versicherern, 70 Banken und vier Fondsgesellschaften nachgefragt, ob ein solcher Wechsel so kurzfristig möglich ist.  

Das Ergebnis:

Vor allem der Wechsel zu einem Bankauszahlplan lohnt sich nicht. Und nur zwei Anbieter gaben an, kurzfristige Wechsler aufzunehmen: Der Volkswohl Bund und die WWK. Immerhin: Sparer in Sachsen haben zusätzlich noch die Option der Sparkassenversicherung Sachsen.

In Zahlen sieht das so aus: Der Volks­wohl­ Bund würde einem 1957 Geborenen ab Januar 2020 für einen Über­tragungs­wert von 10.000 Euro eine monatliche Rente von 30,82 Euro garan­tieren. Bei den anderen beiden Anbietern gäbe es knapp einen Euro weniger pro Monat.

Bei der klassischen Rentenversicherung ist es laut der Stiftung Warentest ebenfalls eher aussichtslos. Der Grund: Die garantierten Zinsen für die Rente wären bei einem neuen Vertrag deutlich niedriger als beim alten.

Fast-Rentner, die den Aktienmarkt nicht scheuen, können laut der Stiftung Warentest auch einen Fondsauszahlplan nutzen. So nimmt die Fondsgesellschaft Union Investment Kurzentschlossene sogar noch bis zu einem Monat vor Beginn der Auszahlungsphase auf, wenn sie mindestens 15.000 Euro mitbringen. Zwar sind hier laut der Untersuchung etwa 2 bis 3 Euro weniger drin als bei Versicherern. Die nicht garantierten Überschüsse aber könnten unter Umständen noch deutlich höher ausfallen.

 

 

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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