Kritik am Verband „Monopol des GKV-Spitzenverbands hat sich nicht bewährt“

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). © dpa/picture alliance

Die CSU-Politikerin Melanie Huml übt Kritik am Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen. Die Bedürfnisse der Menschen würden bei der Politik des Verbands zu wenig im Vordergrund stehen. Sie fordert daher, dass auch in den einzelnen Bundesländern entsprechende Verbände eingerichtet werden sollen.

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Realitätsfern und zentralistisch sei der GKV-Spitzenverband, sagt Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). „Das Monopol des GKV-Spitzenverbands auf Bundesebene hat sich nicht bewährt“, so die Politikerin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Den GKV-Spitzenverband gibt es seit dem 1. Juli 2008. Dabei gilt: Verträge, die vom GKV-Spitzenverband geschlossen werden, gelten für alle Krankenkassen und deren Landesverbände.



Das stört die CSU-Politikerin zunehmend. Die Bedürfnisse der Menschen müssten wieder stärker in den Vordergrund gestellt werden, fordert sie. Um das zu erreichen, sollte es auch in den Bundesländern GKV-Spitzenverbände geben.

„Nicht nur in der Finanzierung der GKV, sondern auch in deren Organisation müssen wieder vermehrt regional angepasste Lösungen ermöglicht werden“, sagt Huml. „Ob Arzneimittel, Hebammen oder Hilfsmittel – immer wieder sind wir in Bayern mit den Folgen von realitätsfernen oder verspäteten Berliner Entscheidungen konfrontiert.“
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