Krankenzusatzversicherung „Eigentlich sollte jeder eine haben“

Einer Patientin werden von einem Zahnarzt herausgewachsene Zähne auf die selbe Länge geschliffen.
Einer Patientin werden von einem Zahnarzt herausgewachsene Zähne auf die selbe Länge geschliffen. © dpa/picture alliance

Wie denken die Menschen über eine private Krankenzusatzversicherung? Was ist für sie bei dieser Absicherung wichtig? Diesen Fragen ging Pfefferminzia in einer Straßenumfrage in Köln nach.

| , aktualisiert am 03.01.2019 11:30  Drucken

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Im Jahr 2017 gab es 25,5 Millionen Zusatzversicherungen in Deutschland – und damit rund 5 Millionen mehr als 2007 – so die vorläufigen Zahlen des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband). Allein bei den Zahnzusatzversicherungen nahm die Zahl der Abschlüsse in den vergangenen zehn Jahren um 45 Prozent zu. Laut PKV-Verband lag die Zahl 2017 bei über 15 Millionen Verträgen, während es 2007 noch unter 11 Millionen waren.

In den Gebieten, die einem wichtig sind, sollte man eine Krankenzusatzversicherung abschließen, meint auch eine Passantin in Köln, die an unserer Straßenumfrage teilnahm. Dem stimmt ein älterer Herr zu. Eine andere Frau besitzt selbst keine Zusatzversicherung, weil es „damals noch nicht so üblich war“. Für jüngere Menschen allerdings sieht sie kaum einen Weg daran vorbei. Eine weitere Befragte findet, dass „eigentlich jeder eine haben sollte“. Mit zunehmendem Alter würde es aber immer schwieriger werden, eine Police zu einem vernünftigen Preis abzuschließen.

Wie sieht es daher bei den jüngeren Menschen, Anfang 20 aus? Würden sie eine Zusatzversicherung abschließen?

Eine Studentin sagt klar: nein. Sie könne sich aktuell neben dem Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung einfach keinen zusätzlichen Schutz leisten. Doch sobald sie im Berufsleben steht und über ein anderes Einkommen verfügt, käme das Produkt durchaus in Betracht.

Bei einer anderen jungen Frau besteht bereits eine entsprechende Absicherung, allerdings über ihre Mutter. So genau kann sie die Vorteile jedoch nicht benennen. Ein Zwei-Bett-Zimmer und die Chefarzt-Behandlung würden wohl dazu gehören. Da sie jedoch darauf keinen besonderen Wert legt, hätte sie für sich selbst keine Police dafür abgeschlossen.

Die stationäre Krankenzusatzversicherung wird auch von anderen eher skeptisch gesehen. Ob der Chefarzt bei einer Behandlung immer anderen Medizinern vorzuziehen sei, davon sind zwei der Befragten nicht überzeugt. Auch ein Ein-Bett-Zimmer empfinden die Befragten nicht unbedingt als vorteilhaft.

Eine Zusatzversicherung dagegen hat so manch ein Passant bereits und sie wird als positiv gesehen: die Zahnzusatzversicherung. Zahnersatz sei so teuer und der Eigenanteil für Patienten mittlerweile so hoch, dass viele Passanten der Kölner Innenstadt hier privat vorsorgen. Grundsätzlich lässt sich jedoch anhand der Aussagen der Befragten feststellen, dass ein hoher Informationsbedarf zu dem Thema besteht.

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