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Kommentar zu Vertriebsrichtlinie IDD „Machen Sie sich heute Ihren Plan, wie Sie arbeiten wollen – sonst tut es der Gesetzgeber“

Percy Grüterich betreibt das Maklerbüro Finanzservice Finanzielle Fitness in Mellrichstadt.
Percy Grüterich betreibt das Maklerbüro Finanzservice Finanzielle Fitness in Mellrichstadt. © privat

Der nächste Schritt der IDD-Umsetzung ist gegangen, der Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums geht nun seinen Gang durch die gesetzgeberischen Instanzen. Heißt das nun, dass Makler und Vermittler abwarten sollten, bis sie die weiteren Schritte für sich persönlich festlegen sollten? Nein, meint Finanzberater Percy Grüterich. Denn jetzt habe man noch die Freiheit zu entscheiden, in gut zehn Monaten kommt der Zwang.

23.01.2017 07:38  Drucken
Die Branche debattiert, ist gespannt und wartet ab. Die IDD ist in vollem Gang und wird uns in den nächsten Wochen und Monaten in Bewegung halten. Hoffentlich. Denn wer sich nicht selbst bewegt den wird die IDD bewegen.

Dass die kommt war klar, lange Zeit schon erwähnen es Fachanwälte unserer Branche immer wieder in Vorträgen und bei Roadshows. Wie sie nun kommt ist doch etwas überraschend – auch das Tempo. Es besteht Hoffnung, dass nicht alles nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Dennoch lassen die Inhalte keinen Zweifel daran wer die Mitgestalter dieser Regulierung waren.



Verbraucherfreundlicher sollte das Ganze werden. Die Branchenmeinungen sind sich zumindest da einig das dies nach dem bisherigen Entwurf noch nicht gelungen ist. Am Ende werden wir sehen, was Petition, Verbandsmitgliedschaft, Briefe an Politiker und unsere Fachanwälte noch bewegen können.

Klar ist eines: Es wird ein Neuordnung geben. Jeder der heute möglichen Wege ist mehr oder weniger von der Neuregulierung betroffen. Ein „weiter wie bisher“ wird es nicht geben. Jeder der rund 50.000 freien Finanz- und Versicherungsmakler ist gefordert, eine mehr oder weniger große Entscheidung zu treffen. Weiter wie bisher auf Provision und damit in „Abhängigkeit“ vom guten Willen der Versicherungsindustrie?

Weiter wie bisher als Makler auf Honorarbasis und dadurch gegebenenfalls eine extrem eingeschränkte Produktauswahl und mehr bürokratischen Aufwand? Weiter wie bisher als Versicherungsberater und sogar dort wird sich wenigstens die Bezeichnung, vielleicht auch noch die Spielregeln ändern. Genau werden wir es im Sommer wissen, wenn das Gesetz verabschiedet wird.

Entscheidungen treffen wenn man kann, nicht muss

Heute schon Gedanken machen. Darüber was man sich selbst eigentlich vorstellt zukünftig zu tun. Wie sollte denn meine Arbeit in den nächsten Jahren aussehen? Mit welchem Kunden will ich arbeiten und vor allem welche Empfehlungen, Produkte gebe ich eigentlich noch aus tiefster Überzeugung?

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