Jetzt sind wieder die Grabesgesänge zu hören, die das Ende der privaten Rentenversicherung verkünden. Solche Melodien stimmen zumeist selbst ernannte Experten an, die nicht selten mit ihren eigenen Produkten um die Ecke kommen. 

Nichts könnte falscher sein. Wenn es darum geht, mit möglichst hoher Sicherheit ein ganzes Leben eine Rente zu erhalten – also lange über die Ansparphase  hinaus –, dann gilt eine einfache Wahrheit: Menschen mit einer Lebens- oder Rentenversicherung können den Magerzinsen derzeit noch am ehesten gelassen zusehen. 



Besitzern von Terminkonten, Anleihen oder Sparbüchern treibt es beim Betrachten ihrer Kontoauszüge schon lange die Tränen in die Augen. LV-Besitzer studieren ihre Abrechnungen vergleichsweise ruhig – auch wenn die Niedrigzinspolitik ihren Tribut fordert und  die einst prognostizierten Überschussbeteiligungen Jahr für Jahr weniger werden. Unterm Strich jedoch bleibt bei der LV immer noch ein hübsches Plus. Und im Gegensatz zu den meisten anderen Anlageformen wird das auch auf lange Zeit so bleiben – allen Weltuntergangspropheten zum Trotz.

Warum das so ist? Hier kommt die eigentliche Stärke der Lebensversicherung zum Tragen: das Sparen im Kollektiv und der Risikoausgleich über die Zeit. Dieses Modell, ganz nach dem Motto „Einer für alle, alle für einen“, hat sich über die Jahrhunderte bewährt und zeigt gerade in diesen unsicheren Anlage-Zeiten seine Vorzüge. Denn es wird nicht für jedes Individuum angespart, sondern eben für die Gemeinschaft im sogenannten Sicherungsvermögen (Deckungsstock).