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Kommentar „Altersvorsorge muss heute digital und flexibel sein“

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Produkte zur Altersvorsorge brauchen eine Generalüberholung findet Rogier Minderhout, Geschäftsführer des Insurtechs myPension. Warum nicht die monatlichen Beiträge dem aktuellen Stand des Geldbeutels anpassen zum Beispiel? Mehr dazu, lesen Sie in seinem Gastbeitrag.

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Auch bei der Anlage haben die Ansprüche sich geändert. Kunden verlassen sich nicht länger auf warme Worte über Leistungsgarantien und Renditechancen. Sie wissen, dass eine passive Anlagestrategie mit Aktien über längere Zeiträume zu den höchsten Renditen führt. Der ETF-Erfolg belegt dies. Vor allem verstehen Kunden, dass eine passive Anlage nicht nur besser abschneidet, sondern auch viel weniger kostet als kaum durchschaubare aktive Strategien.

Über passive Fonds wird das Kapital breit gestreut, bisweilen in tausende Aktien weltweit. Die Streuung minimiert das bei Aktien übliche Kursrisiko. Eine solche Anlage liefert typisch jährliche Renditen von 6 Prozent und mehr. Über Jahrzehnte, normal für die Altersvorsorge, wächst das Vermögen so deutlich stärker als bei klassischen Altersvorsorgeprodukten.

Kosten unter Druck

Offensichtlich ist die Altersvorsorge im Wandel. Niedrige Zinsen betonen die Bedeutung effizienter Anlagestrategien. Die neue Versicherungs-Vertriebsrichtlinie IDD stärkt das Kostenbewusstsein. Große Versicherungskonzerne, oft mit vielen unterschiedlichen IT-Systemen und komplexen Strukturen, haben hier tendenziell ein Problem.

Zwar bauen Allianz, Ergo & Co. eigene Teams auf, die genau wie Start-ups an neuen Lösungen arbeiten. Doch das Problem liegt auf der Hand: Sobald die Konzerne eigene digitale, günstige Produkte auf den Markt bringen, können sie ihre herkömmlichen Produkte nicht mehr verkaufen. Letztere brauchen sie jedoch zum Überleben. So hat sich die Branche in der Vergangenheit zu langsam entwickelt. Nicht der Kunde steht im Mittelpunkt, sondern Prozesse – das ist überholt und nicht mehr zeitgemäß.

Über den Autoren

Rogier Minderhout ist Gründer und Geschäftsführer von myPension. Das Insurtech bietet nach eigenen Angaben die erste digitale Rentenversicherung in Deutschland an. Über ein ETF-Weltportfolio innerhalb eines Versicherungsmantels legen Kunden ihr Geld langfristig an. Die Gesamtkosten bei 200 Euro Monatsbeitrag und 30 Jahren Laufzeit liegen bei 0,82 Prozent im Jahr. myPension hat seinen Sitz in Frankfurt am Main und ist erreichbar unter service@mypension.de.

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