Peter Schmidt ist Gründer und Geschäftsführer der Unternehmensberatung Consulting & Coaching Berlin. © Consulting & Coaching Berlin
  • Von Peter Schmidt
  • 13.12.2021 um 12:04
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 04:45 Min

Die Kundenbestände von Versicherungsmaklerinnen und -maklern wachsen meist spontan. Je nach Intensität der Akquise können das pro Jahr 20 bis 100 Neukunden sein. Maklern gelingt es mit der Zeit dann immer weniger, alle Kunden mit dem gleichen Service zu bedienen. Wie viele Kunden sind also noch zu stemmen? Dieser Frage geht Unternehmensberater Peter Schmidt in seiner neuen Kolumne nach.

Sind die Zeitfresser gefunden kann man an die Änderungen gehen. Dreh- und Angelpunkt sind ein modernes Maklerverwaltungsprogramm (MVP), möglichst in Verbindung mit einem standardisierten Beratungsprogramm und eine die Betreuung der Kunden unterstützende Homepage. Beides sollten die aktuell möglichen Tools beinhalten, die einen Schub an Modernisierung der Kundenbetreuung ermöglichen.

Je größer der Kundenbestand wird, desto wichtiger sind technische Werkzeuge und Technologien zur Unterstützung der persönlichen Arbeit des Finanz- und Versicherungsmaklers. Diese Tools,wie Kundenportal oder Kunden-App, müssen den Kunden nicht eingeredet werden. Es ist der Lauf der Zeit, dass viele Kunden besonders am Wochenende solche Veränderungen selbst vornehmen wollen oder Informationen selbst im Internet suchen.

Persönlichen Service zum persönlich digitalen Service machen

In diesen Tagen geht der Versicherungsbestand einer Maklerin aus Sachsen an ein junges Team von Maklern über. Eine Maklerin mit einer ausgeprägten Service-Seele und viel Empathie für Kunden. Sie hatte es geschafft, dass Empfehlungskunden anriefen und fragten: „Darf ich mich auch bei Ihnen versichern?“ Das zeigt, diese Maklerin hatte vieles sehr gut und richtig gemacht.

Als ich Frau U. in Leipzig nach Ihren Servicerezepten und Erfahrungen fragte, antwortete sie unter anderem:

Ich habe von Anfang an allen (nicht nur dem Versicherungsnehmer, sondern auch dem Partner) eine handgeschriebene Geburtstagskarte (…) geschrieben, bei der ich natürlich auf die aktuelle Situation des Kunden eingegangen bin. Ein Nebeneffekt war, dass ich auch die Adressen kontrolliert hatte, aber der Haupteffekt besteht darin, dass die Kunden sich auch bei längerer Pause eines Besuches betreut fühlen. Nicht selten rufen sie nach dem Geburtstag an, um sich zu bedanken – und schon spricht man miteinander.

In einem kleinen Kundenbestand kann man so verfahren. Werden es aber immer mehr Kunden, sollte diese schöne Idee doch auch digitale Unterstützung finden. Es geht zwar ein Stück Persönliches verloren, kann aber eben bei mehreren 100 oder sogar 1.000 Kunden nicht anders bewältigt werden. Ein gutes MVP mit passendem E-Mail- oder Newsletter-Programm hilft, Zeit zu sparen und dennoch an den Kunden zu denken.

autorAutor
Peter

Peter Schmidt

Dr. Peter Schmidt ist seit 2013 Inhaber der Unternehmensberatung Consulting & Coaching in Berlin und als Experte für Strategie- und Prozessberatung für Versicherer, Maklerpools, Vertriebe und Makler tätig.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!