Kolumne „Private Altersvorsorge muss überholt werden“

Rentner machen eine Pause: Laut Martin Hermann ist das deutsche Altersvorsorgemodell der modernen Entwicklung nicht gewachsen.
Rentner machen eine Pause: Laut Martin Hermann ist das deutsche Altersvorsorgemodell der modernen Entwicklung nicht gewachsen. © dpa/picture alliance

Ein einfaches, transparentes privates Altersvorsorgemodell – das fordert Martin Hermann, Senior-Portfoliomanager bei Berenberg. In einer Kolumne erklärt er, warum die Vorsorgemöglichkeiten in Deutschland nicht mehr zu den modernen Entwicklungen passen und was der Staat besser machen sollte.

| , aktualisiert am 19.12.2017 10:40  Drucken

Das deutsche Altersvorsorgemodell hat seine Wurzeln bei Otto von Bismarck in einer Zeit vor über 100 Jahren. Trotz Anpassungen über die Jahre ist es nach Meinung von Martin Hermann, Senior-Portfoliomanager für Aktien im Asset Management bei Berenberg, den modernen Entwicklungen nicht mehr gewachsen. In einer Kolumne in der Wirtschaftswoche fordert er eine Anpassung. 

„Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein wichtiger Baustein in der Altersvorsorge, wird aber aufgrund heutiger Prognosen zu Beschäftigungs- und Produktivitätszuwachs nicht ausreichen, um den Lebensstandard und die soziale Stabilität zu sichern“, so Hermann.

Seine Lösung: die Stärkung der privaten Altersvorsorge sowie transparente und einfache Lösungen. Rürup und Riester seien zu komplex. 

Stattdessen fordert Hermann, dass „alle Erwerbstätigen Zugang zu einer einheitlichen, privaten, kapitalgedeckten Rentenversicherung“ bekommen sollen.

„Anstelle von Förderungen und staatlichen Zulagen könnten direkte, steuerfreie Pauschalbeträge auf das Bruttogehalt angesetzt werden, um den Verwaltungsaufwand gering zu halten“, schreibt er in der Kolumne.

Allgemein, so Hermann, solle der Staat auf ein Versicherungsmodell verzichten. Die gesetzlich vorgeschriebenen Garantien seien bei Riester-Renten und der betrieblichen Altersvorsorge zu hoch.

Es sollte den Bürgern „eine Vielzahl an Anlageformen und Anlageklassen wie ETFs, Alternative Investments und Einzelaktien“ geboten werden. Damit würde sich der Wettbewerb erhöhen und der Anleger bekäme mehr Auswahl, so der Experte.

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