Zwei junge Frauen genießen das zweitägige Musikfestival Lollapalooza in Berlin: Die Altersvorsorge für diese Generation muss speziellen Anforderungen genügen. © picture alliance/Britta Pedersen/dpa
  • Von Stephan Busch und Tom Wonneberger
  • 20.02.2019 um 02:51
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Junge Leute sollten so früh wie möglich eine Rentenversicherung abschließen und dann ist es mit der Altersvorsorge geritzt? Mitnichten, meinen unsere Kolumnisten Stephan Busch und Tom Wonneberger. Erst einmal gelte es, sich mit einer ganzen Reihe anderer Fragen zu befassen. Wie ein funktionierendes Altersvorsorge-Konzept für die Generation Y aussehen kann, verraten sie in ihrer aktuellen…

Maria ist 27 Jahre alt und gehört damit wie 18 Millionen anderer Menschen zur Generation Y. Wie 84 Prozent in dieser Generation besitzt sie keine Lebens- oder Rentenversicherung. Sie findet wie 61 Prozent ihrer Generation, dass man die auch gar nicht braucht. Irgendwie oldschool. 

Gleichzeitig sagt sie aber auch, wie neun von zehn jungen Leuten, dass sie im Alter arm sein wird, wenn sie nicht privat vorsorgt. Sie sorgt sich, wie sechs von zehn der zwischen 1981 und 1999 Geborenen, vor dem Szenario im Alter arm zu sein. 

Maria ist fiktiv, die Zahlen sind es nicht. Der geneigte Leser und Makler fragt sich, wie er oder sie damit umgehen soll. Wir standen ebenfalls vor dieser Frage und haben sie mit einem klaren Konzept beantwortet.

Risiken absichern

Im Rahmen unserer ganzheitlichen Beratung haben wir eine klare Priorisierung, wann, welche Produkte infrage kommen.

Zunächst muss Maria mehr einnehmen, als sie ausgibt. Das heißt, sie führt ein Haushaltsbuch und wir bestimmen gemeinsam Budgets, um Überschüsse zu erzielen. Klar: Wer mehr ausgibt, als er einnimmt, braucht sich über Altersvorsorge keinen Kopf machen.

Als zweites sichern wir die existenziellen Risiken ab. Dafür kommen nur Versicherungen infrage. Die existenziellen Risiken sind: Krankheit, Haftpflicht und Berufs- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit. Wenn Maria einen Partner oder Kinder hat, die von ihrem Einkommen abhängig sind, ist auch der Todesfall ein existenzielles (finanzielles) Risiko. Dafür benötigt sie nur drei oder vier Verträge: Kranken-, Privathaftpflicht-, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeits- sowie die Risikolebensversicherung.

Quelle: Kumo

Liquidität gewährleisten

Hat Maria ihre existenziellen Risiken versichert, arbeiten wir an ihrer Liquidität. Das heißt, sie tilgt bestehende Kredite und baut sich einen Notgroschen von mindestens drei Monatseinkommen oder 5.000 Euro auf. Damit kann sie die kaputte Waschmaschine oder die Selbstbeteiligung in der Privathaftpflichtversicherung bezahlen.

Maria sollte außerdem ihr Eigentum schützen. Was und wie viel sie da braucht, hängt einerseits von ihrem Besitz, also ihrem objektivem Bedarf, und ihrem subjektiven Sicherheitsbedürfnis ab. Wir sprechen hier über Hausrat-, Kfz-, Rechtsschutz- und Wohngebäudeversicherung.

Maria hat nun alle wesentlichen Risiken versichert und verfügt über ausreichend finanzielle Rücklagen, um auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren zu können. Aus unserer Erfahrungen benötigen junge Leute zwei bis drei Jahre, um auf dieses Level zu kommen. Erst jetzt können wir mit Maria über ihre mittel- und langfristige Finanzplanung sprechen.

Quelle: Kumo

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Stephan Busch

Stephan Busch und Tom Wonneberger

Stephan Busch und Tom Wonneberger sind Versicherungsmakler und Inhaber der Progress Finanzplaner aus Dresden.

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