Rentenversicherung› zur Themenübersicht

Klassik-, Fonds- und Index-Tarife Das sind die besten privaten Rentenversicherungen

Die Börse als Rendite-Anschieber: Das IVFP sieht kapitalmarkteffiziente Altersvorsorgeprodukte auf dem Vormarsch.
Die Börse als Rendite-Anschieber: Das IVFP sieht kapitalmarkteffiziente Altersvorsorgeprodukte auf dem Vormarsch. © dpa/picture alliance

Lohnt sich der Abschluss einer privaten Rentenversicherung in Zeiten niedriger Zinsen? Eine Antwort darauf liefert jetzt das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP). Die Analysten haben verschiedenste Tarif-Varianten untersucht und eine Besten-Liste erstellt. Welche Anbieter besonders gut abschneiden, erfahren Sie hier.

|  Drucken

Viele Lebensversicherer haben sich bereits aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase aus dem Geschäft mit klassischen Policen zurückgezogen. Konnten die Verbraucher 2015 noch bei 50 Versicherern klassische Tarife abschließen, war das im Folgejahr nur noch bei 37 Anbietern möglich, 2017 nur noch bei 24 – und heute verfügen lediglich 18 Versicherer über ein klassisches Tarifangebot.

Stattdessen rückten Versicherungstarife mit flexiblen Garantien „immer mehr in den Fokus“, sagt IVFP-Geschäftsführer Frank Nobis. Denn mit ihnen ließen sich „durchaus ansprechende Renditen und damit eine höhere spätere Rente erzielen“, so Nobis.

Gleichwohl ist der Experte der Ansicht, dass sowohl Berater als auch Kunden noch besser über die Kapitalmärkte und deren „positive Wirkung auf die Altersvorsorge“ aufgeklärt werden müssten.

147 private Rentenversicherungen im Leistungscheck

Um den Tarifdschungel etwas zu lichten, hat das IVFP in diesem Jahr 147 private Rentenversicherungen von 53 Anbietern auf bis zu 85 Kriterien abgeklopft. Die Einteilung der Tarife erfolgte dabei in sieben Kategorien: klassisch, Klassik Plus, Index, fondsgebunden mit Garantien (Beitragsbezogen), fondsgebunden mit Garantien (Sicherungsvermögensbezogen) und fondsgebunden ohne Garantien sowie Comfort.

Erstmalig habe man in diesem Rating zwischen Service- und Direktversicherern unterschieden, berichtet das IVFP.

Das Gesamtergebnis setzt sich wie in allen Ratings des Instituts aus der Summe der vier Teilbereiche Unternehmensqualität (35 Prozent), Rendite (30 Prozent), Flexibilität (25 Prozent) sowie Transparenz und Service (10 Prozent) zusammen.

Wie lauten die Gewinner?

Bei den klassischen Tarifen eroberte bei den Serviceversicherern die R+V mit der Gesamtnote 1,4 das Siegertreppchen (siehe Tabelle). Vorjahressieger Allianz ist hingegen nicht mehr im Ranking vertreten. Dahinter folgen die Continentale (Note 1,5) und die Nürnberger (Note 1,6). Im Feld der Direktanbieter schafft es die Europa mit der Gesamtnote 1,3 an die Spitze, gefolgt von der Hannoverschen (Note 1,5) und der Huk24 (Note 1,8).

>>> Hier geht es zu den ausführlichen Rating-Ergebnissen.

In der Kategorie „Klassik Plus“ verteidigte die Allianz mit der Gesamtnote 1,1 sowohl ihren Platz als auch ihre Bewertung gegenüber dem Vorjahr. Bemerkenswert ist dabei, dass der Marktführer in allen Teilbereichen die beste Note erzielte.

Pfefferminzia-Zukunftstag

Pfefferminzia HIGHNOON
Pfefferminzia bestellen