Clara war nur einen Moment unaufmerksam und da war es passiert. Beim Rollschuhfahren mit Gleichaltrigen stürzte die 8-Jährige in einer Kurve unglücklich, geriet vom Gehweg auf die Fahrbahn und wurde von einem nachfolgenden Auto erfasst. Durch den Unfall wurde die Wirbelsäule irreparabel geschädigt, eine Querschnittslähmung war die Folge. Ein schlimmer Alptraum für das Kind und seine Eltern. Operationen, lange Krankenhausaufenthalte und ausgedehnte Reha-Maßnahmen halfen Clara wieder ins Leben zurück.

Laut Statistischem Bundesamt verunglückten 28.143 Kinder unter 15 Jahren auf deutschen Straßen allein im Jahr 2013. 4.406 erlitten schwere Verletzungen, 58 starben. Jeweils rund ein Drittel der verunglückten Kinder kam als Insasse in einem Pkw oder auf einem Fahrrad zu Schaden. Jedes vierte verunglückte Kind war zu Fuß unterwegs.
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Geschieht ein Unglück auf dem Schulweg, sind Kinder durch die gesetzliche Unfallversicherung weitreichend abgesichert. Viele Unfälle bei Kindern passieren jedoch vor allem in der Freizeit und dort gilt die staatliche Versicherung nicht. Schon ein Abstecher zum Spielplatz nach der Schule lässt den gesetzlichen Schutz vollständig erlöschen.

Viele Unfälle passieren in der Freizeit

Eltern sind sich der Gefahren im Straßenverkehr bewusst. Laut einer vom GDV durchgeführten repräsentativen Umfrage der GfK Finanzmarktforschung schätzen 85 Prozent das Risiko hier besonders hoch ein. Krass unterschätzt hingegen wird eine wesentlich größere Gefahr: das Unfallrisiko für Kinder zuhause oder im Garten. Laut der Umfrage hatte ein gutes Drittel der Kinder der befragten Eltern bereits einen Unfall. Dabei passierten 60 Prozent der Unglücksfälle zuhause, nur 14 Prozent im Straßenverkehr. Bei Kindern bis fünf Jahren geschahen gar zwei Drittel der Unfälle zuhause.



Nicht alle Vorkommnisse gehen glimpflich aus. Erleidet ein Kind bleibende Schäden, können die Kosten schnell ins Unermessliche steigen. Spezielle Behandlungen, Therapien oder Hilfsmittel, welche die Krankenkasse nicht übernimmt, müssen privat gezahlt werden. Eltern ist daher zu raten, den gesetzlichen Schutz mit einer privaten Unfallpolice für ihre Kinder auszuweiten.

Schwere Krankheiten absichern

Unfallpolicen gibt es in verschiedenen Varianten und Leistungsniveaus. Eine reine Unfallpolice zahlt nur bei Invalidität durch Unfall, nicht aber bei schwerer Krankheit. Schlimme Erkrankungen sind aber in 90 Prozent aller Fälle die Ursache für eine Schwerbehinderung von Kindern und Jugendlichen. Für die Folgen von Leiden wie Krebs wurden früher Kinderinvaliditätspolicen abgeschlossen, denn reine Unfallpolicen greifen nicht bei Krankheit.