Kein Kavaliersdelikt Jeder elfte Versicherte hat seinen Anbieter schon mal betrogen

Die Grafik zeigt: Die gängigste Praxis, seinen Versicherer zu betrügen, ist es, falsche Angaben zur Schadenssumme zu machen.
Die Grafik zeigt: Die gängigste Praxis, seinen Versicherer zu betrügen, ist es, falsche Angaben zur Schadenssumme zu machen. © Boniversum

Versicherungsbetrug kommt hierzulande recht häufig vor. So hat bereits jeder Elfte seinem Versicherer gegenüber schon mal falsche Angaben zu einem „Versicherungsfall“ gemacht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Hier kommen die Details.

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Rund jeder elfte Versicherte hat seinen Anbieter schon mal betrogen und bewusst Falschangaben bei einem vermeintlichen Versicherungsfall gemacht. Gängigste Praxis (51 Prozent) ist dabei die Angabe einer zu hohen Schadenssumme. 39 Prozent der Verbraucher haben einen Schaden selbst herbeigeführt und 30 Prozent einen solchen vorgetäuscht.

Das sind Ergebnisse der aktuellen Studie „Versicherungen – Schadensfälle und Falschangaben“ der Creditreform Boniversum, für die 1.008 Verbraucher befragt wurden.

Viele Verbraucher halten es nicht für besonders schwer, ihre Versicherung zu betrügen. So schreiben 68 Prozent der Befragten jeweils der Hausrat und Privathaftpflicht einfache oder sehr einfache Betrugschancen zu. 32 Prozent sehen Falschangaben bei der Wohngebäudeversicherung und je 36 Prozent bei der Kfz-Haftpflicht und -Kasko als einfach zu realisieren an.

Dass Versicherungsbetrug die Folge haben kann, dass der Versicherer den Vertrag kündigt, ist 77 Prozent der Verbraucher bewusst. Trotzdem zeigen 36 Prozent der Befragten Verständnis für Falschangaben, 13 Prozent sehen Versicherungsbetrug als Kavaliersdelikt an. 87 Prozent der Verbraucher indes halten bewusste Falschangaben bei Schadensmeldungen für kriminell

Wie könnte man das Problem lösen?

Die große Mehrheit der Verbraucher ist der Meinung, dass die Betrügereien zurückgehen würden, wenn die Versicherer Schadensfreiheit belohnten, etwa durch das teilweise Zurückzahlen von Beiträgen. 78 Prozent erwarten dadurch eine Verringerung an Schadensfällen.

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