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Jeder zweite Patient ohne Vollmacht DIVI fordert bessere Aufklärung durch Kassen und Ärzte

Ein Pfleger hilft einem Wachkomapatienten: Wer wegen Unfall oder Krankheit nicht mehr in der Lage ist, eigene Entscheidungen zur Behandlung zu machen, sollte eine Patientenverfügung abgeschlossen haben.
Ein Pfleger hilft einem Wachkomapatienten: Wer wegen Unfall oder Krankheit nicht mehr in der Lage ist, eigene Entscheidungen zur Behandlung zu machen, sollte eine Patientenverfügung abgeschlossen haben. © dpa/picture alliance

Laut einer aktuellen Studie sind die Deutschen in Sachen Vollmachten eher zurückhaltend: Nur jeder zweite Intensivpatient verfügt über eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung. Der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) reicht das nicht: Sie fordert bessere Aufklärung von den Krankenkassen und Ärzten.

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In Deutschland hat nur jeder zweite Intensivpatient (51 Prozent) eine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung vorzuweisen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Uniklinikums Hamburg Eppendorf (UKE) unter der Leitung von Stefan Kluge, einem Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

39 Prozent der Patienten haben sich sogar noch nie mit dem Thema befasst. Bei 40 Prozent aller vorliegenden Vorsorgevollmachten und 44 Prozent der Patientenverfügungen liegen außerdem keine ausreichend ausgefüllten Dokumente vor.

Und:

Nur 23 Prozent der Dokumente waren auch tatsächlich im Krankenhaus auffindbar.

Das Problem:

„Damit können wir Ärzte viele Patienten weder juristisch abgesichert noch zweifelsfrei in ihrem Sinne behandeln“, sagt Kruge.

Im Ernstfall muss dann ein Betreuer her, der wichtige Entscheidungen zur Gesundheit und Behandlung trifft – dieser muss aber nicht unbedingt aus dem engen Familienkreis des Patienten stammen.

Die DIVI fordert daher mehr Aufklärung von Seiten der Krankenkassen und Ärzte:

„Jeder Bundesbürger ab dem 18. Lebensjahr sollte eine vollständige Vorsorgevollmacht hinterlegt  haben. So kann auch ein fremder Betreuer im Krankenhaus vermieden werden“, fasst Kruge zusammen.

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