Martin Micko ist Gründer und Betriebschef von Omni:us. © Omni:us
  • Von Redaktion
  • 09.01.2020 um 01:56
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Gefühlt treibt das Trendthema Künstliche Intelligenz (KI) die Versicherungsbranche jetzt schon seit einigen Jahren um. Trotzdem wird 2020 ein entscheidendes Jahr, glaubt Martin Micko, Gründer des Technologie-Unternehmens Omni:us. Denn dann kommen verschiedene Faktoren zusammen, die es zum Schlüsseljahr für den Einsatz und die Implementierung von KI machen werden. Mehr lesen Sie in seinem Gastbeitrag.

Der Erfolg jeder neuen Technologie steht und fällt selbstverständlich mit ihrer technischen Reife. Bei Künstlicher Intelligenz (KI) ist das nicht anders. Und das gibt einen Hinweis darauf, warum 2020 so ein wichtiges Jahr für KI-Technologie sein wird. Denn war in den vergangenen Jahren vieles, das rund um das Thema KI diskutiert und versprochen wurde, oft Teil eines Hypes, sind viele Konzept inzwischen so ausgereift, dass sie echten wirtschaftlichen Mehrwert erzeugen können. Ihre Implementierung wird damit zu einem echten Wettbewerbsvorteil

Der technologische Fortschritt ist dabei eng mit dem Wachstum zahlreicher junger Technologieunternehmen und Start-ups verknüpft. Diese agilen Unternehmen haben oft hochspezialisierte Lösungen auf technologischem Spitzenniveau entwickelt, die sie Großunternehmen anbieten können. Sie schließen damit eine Lücke im Ökosystem.

AIaaS schafft den Durchbruch

Versicherungsunternehmen selbst zum Beispiel haben nicht die Fähigkeiten, so hochkomplexe Technologie wie KI zu entwickeln. Ihre IT-Lösungen beziehen sie schon seit langem zumeist von externen Anbietern wie Guidewire oder MSG, die „Software as a Service (SaaS“-Konzept seit Jahren erfolgreich praktizieren. „Artificial Inteligence (AI) as a Service“ ist da nur die konsequente Weiterentwicklung dieses Prinzips. Im Versicherungssektor sind es heute die Insurtechs der zweiten Generation, also solche Unternehmen, die sich als Partner der Konzerne verstehen und sie mit speziellen Technologieangeboten unterstützen wollen.

Allein im Bereich KI sind dabei heute bereits zahlreiche Anwendungen am Markt verfügbar –von Datenextraktion und Analyse, über Betrugserkennung bis zu Kommunikationsassistenten für den Service. Der Vorteil dieser Insurtechs: Sie sind extrem agil, entwickeln ihr Angebot ständig weiter und können flexibel auf spezielle Anforderungen ihrer Partner reagieren.

Druck von Insurtechs

Apropos Insurtechs: Neben den Unternehmen, die sich als Partner der etablierten Versicherer verstehen, gibt es auch diejenigen, die als Konkurrenz antreten und die Disruption der Branche im Sinn haben. Mit Lemonade ist 2019 der Star der Branche auch in Deutschland an den Start gegangen, und das deutsche Pendant WeFox hat soeben erst eine weitere Finanzierungsrunde in dreistelliger Millionenhöhe absolviert.

Auch wenn die Marktanteile der Herausforderer noch klein sind, setzen sie doch Maßstäbe, was Kundenfokus, Responsivität und digitalen Service angeht – und KI nimmt in all diesen Bereichen eine Schlüsselrolle ein.

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